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Projektziele Wer kein Ziel hat, macht sich nicht auf den Weg Ein Projekt ohne Ziele gibt es nicht. Das wäre Beschäftigungstherapie.
Jedes Projekt braucht klare Ziele, die erreicht werden müssen. Alle Pläne
und alle Aktivitäten richten sich danach aus, diese Ziele zu erreichen.
Man sollte meinen, dass diese Binsenweisheit so selbstverständlich ist,
dass sie gar nicht erwähnt werden muss. Ich stelle jedoch immer wieder
fest, dass es mit den Projektzielen wohl doch nicht immer so ganz einfach
ist. Nicht selten habe ich erlebt, wenn ich als Berater zu Kunden ins
Projekt kam und nach den Zielen fragte, dass sie nicht schriftlich formuliert
waren, oder es gab ein paar alte Folien aus der Zeit der Vorüberlegungen,
auf denen ein paar vage Zukunftshoffnungen, was das Projekt an Vorteil
bringen möge, festgehalten waren. Für manche Projekte gab es auch Zielvorgaben
wie: Dies sind keine Ziele. Das sind gute Vorsätze oder Absichten oder auch Wünsche. Was ist nun ein Projektziel? Die Definition für ein Ziel kann so aussehen: Nach dieser Definition sind das keine Ziele:
Für Projekte ist es sehr wichtig, zwischen Zielen und Nicht-Zielen zu unterscheiden. Bei den Zielen ist zu unterscheiden: Genau so wichtig wie die Ziele sind auch die Abgrenzungen, welche definiren, was im Projekt nicht enthalten bzw. nicht gewollt ist. Es ist außerordentlich wichtig, die Projektziele UND die Abgrenzungen im Vorfeld eines Projektes zu definieren und schriftlich fest zu legen. Zwischen dem Auftraggeber und dem Projektleiter müssen deshalb mindestens
folgende Punkte schriftlich vereinbart werden: Die Ziele für ein DV-Projekt stehen nicht für sich allein. Sie sind so zu wählen und zu begründen, dass sie der Erreichung der strategischen Ziele des Unternehmens dienen. So stellt sich die logische Abhängigkeit von Zielen dar: Aus den Unternehmenszielen leiten sich die Ziele der Fachabteilungen ab. Die Fachabteilungen werden DV-technisch unterstützt. Demnach müssen die DV-Anwendungen so konzipiert sein, dass sie die Fachabteilungen bei der Erreichung ihrer Ziele unterstützen. Nur, wenn die Fachabteilungen ihre Ziele erreichen, lassen sich auch die Gesamtziele des Unternehmens erreichen. Aus den Zielen der DV- und der jeweils betroffenen Fachabteilung leiten sich deshalb immer auch die Projektziele ab. In Hinblick auf die Ziele eines Projektes muss deshalb immer gefragt
werden: Für uns als Berater ist deshalb die erste Aufgabe in fast jedem neuen Projekt die Ziele "dingfest" zu machen. Sehr häufig werden erst dann Widersprüche oder unterschiedliche Vorstellungen über Inhalte, Qualitätsmerkmale, Prioritäten etc. der Auftraggeber bzw. aller an einem großen Projekt Beteiligten, deutlich. Zu klären ist deshalb: Wichtig hierbei ist, messbare Aussagen zu bekommen und realistische Ziele aus einem realen Zusammenhang zu definieren. Unser Auftraggeber möchte das Beste und Feinste sofort und in tadelloser Qualität. Wir würden es gerne so liefern. Leider brauchen wir dafür Zeit, Fachleute und Ressourcen. Das kostet Geld. Manches lässt sich technisch auch gar nicht in der Form umsetzen, wie es wünschenswert wäre. Mein Traumauto zum Beispiel, würde maximal vier Liter auf 100 Km verbrauchen und den Sprit beim Fahren in Vitaminstoffe für die Bäume umwandeln. Es hätte einen kombinierten Sprung-Flug-Mechanismus, mit dem ich mich bei Staus seitlich absetzen und davonfliegen könnte. In der Natur kennen wir vergleichbare Superobjekte. Es sind die eierlegenden Wollmilchsäue mit Blindenhund-Diplom. Die Zielvorstellungen unserer Auftraggeber für DV -Projekte kommen gelegentlich durchaus in die Nähe solcher Idealbilder. Es ist die Aufgabe des Projektleiters, für realistische Ziele zu sorgen, die auch wirklich unter den gegebenen Umständen von den Leuten mit den Mitteln in der Zeit realisiert werden können, die zur Verfügung stehen. An dieser Struktur man sich orientieren:
Matrix zur Ermittlung von Anforderungen und Projektrisiken:
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