Finanzglossar
W
Wachstumskapital
Private Equityund Venture Capital
Währungs-Swap
siehe Cross
Currency Swap
Webs
Webs sind Indexaktien, die Länderindices von Morgan
Stanley Capital International (MSCI) nachbilden. Zur Zeit werden 17 Webs
an der AMEX gehandelt.
Wealth Management
Englischer Begriff für Vermögensverwaltung.
Wechselkursrisiko
Risiko von Kursschwankungen zwischen Rechnungswährung und Referenzwährung des Anlegers.
Wertpapierleihe
ist die
vorübergehende Übereignung von Wertpapieren von einem Ver- an einen
Entleiher unter Hereinnahme von Sicherheiten. Dabei besteht für letzteren
die Verpflichtung, nach Ablauf der Leihfrist Wertpapiere gleicher Gattung
zurückzuübereignen. Für die zeitlich begrenzte Nutzungsmöglichkeit zahlt
der Entleiher ein Entgelt.
Widerstand
Charles Henry
Dow leistete mit seinen theoretischen Ausarbeitungen, die nach seinem Tode
in aufgearbeiteter Form veröffentlicht und ihm zu Ehren als Dow Theorie
benannt wurden, den wohl größten Beitrag zum heutigen
Börsenkursverständnis. Eine wichtige Grundregel seiner Theorie ist das
Konzept von "Widerstand und Unterstützung". Dow ging davon aus, daß ein
Markt auf einen Widerstand gestoßen ist, wenn eine Aufwärtsbewegung
plötzlich zum Erliegen kommt. Umgekehrt trifft der Markt auf eine
Unterstützung, wenn eine Abwärtstendenz abgebremst und gestoppt wird, der
Kurs somit nicht weiter nach unten hin tendieren kann. Offensichtlich
zeichnen sich Widerstände demnach als Bereiche aus, an denen eine höhere
Konzentration an Angebot vorliegt und somit das Kräfteverhältnis gegenüber
der Nachfrage zu Gunsten des Angebots punktuell verändert ist. Für
Unterstützungen gilt somit eine umgekehrte Definition. Als Unterstützung
bezeichnen wir ein Kursniveau, auf dem eine höhere Konzentration der
Nachfrage vorliegt und somit das Kräfteverhältnis punktuell zu Gunsten der
Nachfrage verschiebt.
Wilder´s Volatility
errechnet in diesem Indikator eine Art Volatilität auf Basis der True
Range eines Tages. Die True Range wird in einigen Indikatoren, etwa dem
DMI, verwendet, um so Tage mit einer an sich geringen Tages-Handelspanne,
aber einem großen Abstand zum Vortagesschluss (Gap) korrekt in die Berechnung
der Volatilität einfließen zu lassen. Die True Range ist immer positiv
und stellt das Maximum der drei folgenden Formeln dar: 1.) Abstand Tageshoch
heute / Tagestief heute 2.) Abstand Tageshoch heute / Schlusskurs gestern
3.) Abstand Tagestief heute / Schlusskurs gestern Auf dieser True Range
wird ein GD gebildet. Der aktuelle Wert der Wilder´s Volatility ergibt
sich dann immer aus der aktuellen Wert dieses GDs und dem Vortageswert
der Wilder´s Volatility. Da die True Range immer positiv ist, ist auch
die Wilder´s Volatility immer positiv.
Die Wilder´s Volatility selbst liefert
keine eigenständigen Signale. Ein steigender Indikator-Verlauf
signalisiert lediglich eine steigende Volatilität, während ein fallender
Verlauf auf eine abnehmende Volatilität hinweist.
Williams %R
von Larry
Williams entwickelt mit prinzipiell gleicher Aussage wie der
Stochastik-Indikator. Williams %R stellt die Kraft dar, die den Kursen
nach oben oder unten innewohnt. Der Indikator setzt dazu den aktuellen
Kurs mit der Handelsspanne, also der Differenz zwischen dem höchsten und
tiefsten Kurs, mittels einer Quotientenbildung in Bezug. Wie fast alle
Oszillatoren notiert auch der Williams %R im Bereich zwischen 0 und 100.
Ein Wert von 100 zeigt an, dass der aktuelle Kurs dem Periodentief
entspricht, ein Wert von 0 bedeutet, dass der aktuelle Kurs dem höchsten
Kurs im Beobachtungszeitraum entspricht. Da in diesem Fall das Kaufsignal
im oberen und das Verkaufsignal im unteren Bereich gegeben würde, dreht
man die Darstellung meistens um, sie entspricht dann der "normalen"
Darstellung von Indikatoren. Die Extremzonen im Williams %R werden
meistens zwischen 0 und 20 und zwischen 80 und 100 eingezeichnet. Verlässt
der Indikator den Extrembereich (überverkauft) zwischen 100 und 80 von
unten nach oben, gilt dies als Kaufsignal, verlässt er den Bereich
zwischen 0 und 20 (überkauft) von oben nach unten, gilt dies als
Verkaufsignal. Aufgrund seiner extremen Schnelligkeit eignet sich der
Williams %R besonders zur Definition von Einstiegssignalen. Williams
selbst schränkt allerdings den Indikator insofern ein, dass er sagt, man
solle ihn nur in Richtung bereits bestehender Trends nutzen.
Wimpel
Wimpel und Flaggen
sind typische Trendbestätigungsformationen und können aufgrund ihrer
Gemeinsamkeiten in einem Abschnitt erläutert werden. Flaggen und Wimpel
sind kurzlebige (bis max. 3 Wochen) Konsolidierungsformationen, die auch
in starken Trendverläufen anzutreffen sind.
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