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Finanzglossar S

Safe
Auch Schrankfach genannt, das Kreditinstitute in einbruch- und feuersicheren Räumen ihren Kunden gegen Mietzahlung zur Verfügung stellen. Zweck des Safes in Banken ist die sichere Aufbewahrung von Wertsachen.

Saldo
Differenz zwischen Haben- und Sollseite eines Kontos, z.B. eines Kontokorrentkontos. Von einem Soll-Saldo spricht man, wenn die Verbindlichkeiten das Guthaben übersteigen, den umgekehrten Fall nennt man Haben-Saldo.

Sammeldepot
s. Girosammelverwahrung

Sammelüberweisung
Gleichzeitige Überweisung von Beträgen durch einen einzigen Kontoinhaber an mehrere Begünstigte. Dazu wird eine Sammelliste für jeden Gutschriften-Empfänger erstellt. Es handelt sich um eine Art von Überweisung, die vor allem auch im Gironetz der Deutschen Bundesbank angewandt wird. Falls ein Kontoinhaber mehr als fünf Überweisungsaufträge auf den institutseigenen Vordrucken einreicht oder falls ein Kreditinstitut eigene Gutschriftsträger über die Notenbank weiterleiten will, wird die Sammelüberweisung verwendet.

Sammelurkunde
s. Globalurkunde

Schatzanweisungen
Schuldverschreibungen, sowohl kurz- als auch mittelfristig, die vom Bund, den Ländern und/oder den Sondervermögen des Bundes emittiert werden. Man unterscheidet

  • unverzinsliche Schatzanweisungen: die Vergütung erfolgt durch Diskontierung
  • festverzinsliche Schatzanweisungen: vgl. Kassenobligationen.
Schatzanweisungen werden in den amtlichen Handel an allen deutschen Wertpapierbörsen eingeführt. Die Stückelung beträgt 5.000,- DM oder ein Vielfaches hiervon.
Eine unverzinsliche Schatzanweisung bzw. ein Schatzwechsel ist eine verbriefte Forderung an die öffentliche Hand in Form eines festverzinslichen Geldmarktpapieres mit i.d.R. kurz- bis mittelfristiger Laufzeit. Zu unterscheiden sind Papiere mit und ohne Marktregulierung. Papiere mit Marktregulierung können vor Fälligkeit von der Bundesbank zurückgenommen werden, Papiere ohne Marktregulierung hingegen nicht.

Scheck
Anweisung eines Ausstellers an eine Bank, auf seine Rechnung einen bestimmten Geldbetrag zu zahlen. Der Scheck ist ein besonderen Formvorschriften unterliegendes Wertpapier und von Gesetzes wegen ein Orderpapier (Orderscheck). Mit dem üblichen Zusatz "oder Überbringer" wird der Scheck zu einem Inhaberpapier. Voraussetzung für einen Scheck ist das Vorliegen gesetzlicher Bestandteile. Man unterscheidet Schecks nach der Art der Einlösung in Bar- und Verrechnungsscheck, sowie nach der Art der Übertragung der Scheckrechte in Order-, Inhaber- und Rektascheck (Rektapapier).

Schiffspfandbrief
Sonderform des Pfandbriefs. Schiffspfandbriefe werden auf der Grundlage des Gesetzes über Schiffspfandbriefbanken zur Beschaffung langfristiger Mittel für den Schiffsbau ausgegeben. Sie sind durch Hypotheken auf Schiffe gedeckt.

Schließfach
s. Safe

Schlüssel-Chart
Als Schlüssel-Charts bezeichnet man im Deutschen die japanischen Kagi-Charts. Schlüssel-Charts gehören zu den zeitunabhängigen grafischen Kursdarstellungen. Siehe Kagi-Chart .

Schlußkurs
Der Schlußkurs wird nach dem akustischen Zeichen festgestellt, das die Beendigung des Präsenzhandels ankündigt. Ein Anspruch auf Berücksichtigung bei der Preisermittlung haben nur solche Aufträge, die bis zu diesem Zeitpunkt beim Kursmakler vorliegen und die zum fortlaufenden Handel (Variable Notierung) geeignet sind (§ 32 Börsenordnung). Der Schlußkurs dient in der Regel als Reverenzkurs für klassische technische Studien. Der Grund hierfür liegt in der Annahme, daß der Schlußkurs das Angebots- / Nachfrageverhältnis im entsprechenden Börsengut am besten abbildet.

Schnur-Chart
Schnur-Charts, auch eine Form von Kagi-Charts, gehören zu den zeitunabhängigen grafischen Kursdarstellungen. Siehe Kagi-Chart .

Scholes-Modell
s. Black Scholes

SCHUFA
Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung ist eine Gemeinschaftseinrichtung der Kreditwirtschaft in Deutschland. Sie stellt ihren Vertragspartnern Informationen zur Verfügung, damit diese vor Verlusten aus dem Konsumenten-Kreditgeschäft geschützt werden. Sie dient aber auch dem Schutz der Konsumenten vor Überschuldung. Die Einräumung von Kontokorrentkonten, Krediten sowie damit in Zusammenhang stehendes nicht vertragsgemäßes Verhalten werden von der SCHUFA gespeichert und stehen den Vertragspartnern zur Verfügung. Durch die sogenannte SCHUFA-Klausel, die der Kunde unterschreibt, willigt er in die Weitergabe von Daten ein.

Schuldbuchforderungen
Darlehensforderungen gegen den Staat, für die keine Schuldverschreibungen ausgestellt sind, die vielmehr nur durch Eintragung in das Bundesschuldbuch beurkundet sind.

Schuldscheindarlehen
Darlehen, die in einem Schuldschein (Urkunde, in der sich der Schuldner zu einer bestimmten Leistung, in der Regel zur Verzinsung und Rückzahlung einer bestimmten Geldsumme verpflichtet) verbrieft sind. Begeben werden Schuldscheindarlehen von der Industrie, aber auch von der öffentlichen Hand, Spezialkreditinstituten und supranationalen Darlehensnehmern. Darlehensgeber sind vor allem Versicherungsgesellschaften, Realkreditinstitute und Sparkassen . Der Vorteil für beide Seiten liegt in der leichten Handhabung; günstig ist auch, daß somit auch nicht emissionsfähige Gesellschaften Zugang zum Kapitalmarkt haben. Für den Darlehensgeber wirkt sich ferner positiv aus, daß sich derzeit keine Abschreibungsnotwendigkeiten bei Anstieg der Kapitalmarktzinsen ergeben. Bei Laufzeiten von meist 2 bis 10 Jahren erfolgt die Tilgung in gleichen Raten.
Schuldscheindarlehen sind keine Wertpapiere im Sinne des § 7 RechKredV. Obwohl Schuldscheindarlehen rechtlich Darlehensgeschäfte sind, erfolgt in der Praxis vielfach eine Ausreichung von Schuldscheindarlehen mit der Zielsetzung der Weiterveräußerung. Eine Zuordnung zum Eigenhandelsgeschäft ist deswegen genauso möglich wie Zuordnung zum Kreditgeschäft.

Schuldverschreibung
s. Obligation, Anleihen, festverzinsliches Wertpapier

Schulter-Kopf-Schulter
Die Schulter-Kopf-Schulter-Formation gilt als eine der wichtigsten und zuverlässigsten charttechnischen Umkehrformation. Sie ist von allen Kursformationen die bekannteste. Am Ende eines langfristigen Aufwärtstrends zeigt sie dessen Ende an und signalisiert gleichzeitig die Umkehrung in einen Abwärtstrend. Die Form dieser Umkehrformation erinnert an den Oberkörper einer menschlichen Gestalt, woher auch der Name resultiert. Technisch ausgedrückt, spiegelt die Schulter-Kopf-Schulter drei Aufwärtsbewegungen und deren technische Korrekturen wider. Der erste Kursanstieg bildet die linke Schulter; darauf erfolgt eine technische Korrektur, der eine weitere Aufwärtsbewegung folgt, welche die erste Kursspitze deutlich überbieten muß. Die anschließende, mitunter kräftige Korrektur drückt den Kurs nachhaltig unter die Spitze der linken Schulter, wodurch der Kopf deutlich sichtbar wird. Die dritte und letzte Kursrallye zeichnet sich dadurch aus, daß sie die Höhe des Kopfes nicht mehr erreicht und später im Rahmen einer abermaligen technischen Reaktion die rechte Schulter darstellt. Verbindet man nun die Tiefpunkte zwischen den Schultern und dem Kopf miteinander, erhält man die sogenannte Nackenlinie. Die Nackenlinie dient als Unterstützungslinie, die sowohl leicht steigen, als auch leicht fallen kann.

Erst wenn die Kurse nach Ausbildung der rechten Schulter (Basis: Schlußkurs) die Nackenlinie deutlich von oben nach unten durchbrochen haben, gilt die Schulter-Kopf-Schulter-Formation als vollendet. Bleibt die Nackenlinie hingegen unverletzt, bleibt der bislang vorherrschende Trend weiterhin intakt.

SEC
Abk. für Securities and Exchange Commission

Securities and Exchange Commission (SEC)
1934 durch Bundesgesetz gegründete US-amerikanische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde mit weitreichenden Kontroll- und Sanktionsbefugnissen.

Securitization
Zertifizierung, Verbriefung, wertpapiermäßige Unterlegung und Absicherung von Forderungen zwecks Handelbarkeit.

Seed Capital
Finanzierung der Ausreifung und Umsetzung einer Idee in verwertbare Resultate, bis hin zum Prototyp, auf deren Basis ein Geschäftskonzept für ein zu gründendes Unternehmen erstellt wird.

Segmentberichterstattung
Offenlegung von Vermögens- und Ertragsinformationen eines Unternehmens, untergliedert nach der Tätigkeit und geographischen Merkmalen.

Sekundärmarkt
Bezeichnet als Gegenstück zum Primärmarkt den Umlaufmarkt für bereits begebene Wertpapiere. Wertpapierbörsen sind die wichtigsten Sekundärmärkte.

Sekundärstelle
Als Sekundärstelle für den Handel in einem bestimmten Produkt bezeichnet man eine organisatorische Einheit (Unit, Abteilung), wenn sie neben der Primärstelle als organisatorische Einheit oder als Teil einer organisatorischen Einheit zum internen Handel mit der Primärstelle in diesem Produkt berechtigt ist.

Sekundärzuständigkeit
Unter Sekundärzuständigkeit für den Handel in einem bestimmten Produkt versteht man die Befugnis einer organisatorischen Einheit (Unit, Abteilung) für den internen Handel zwischen zwei internen Kontrahenten innerhalb der juristischen Person einer Bank in diesem Produkt.

Selbsteintritt
Befugnis einer Person, durch bestimmtes Verhalten in ein zwischen anderen Beteiligten abgeschlossenes Geschäft als Vertragspartner einzutreten oder das Geschäft im Innenverhältnis auf eigene Rechnung zu nehmen (Kommissionär).

Selected Gross Profit
Hier wird dem Gross Profit ein sogenannter positive outlier trade abgezogen. Ein positive outlier trade liegt vor, wenn der Gewinn dieses Geschäftes größer ist als drei Standardabweichungen vom Durchschnittsgewinn.

Selected Gross Loss
Hier wird dem Gross Loss ein sogenannter negative outlier trade abgezogen. Ein negative outlier trade liegt vor, wenn der Verlust dieses Geschäftes größer ist als drei Standardabweichungen vom Durchschnittsverlust.

Selected Net Profit
Der Selected Net Profit errechnet sich aus der Subtraktion vom Selected Gross Profit - Selected Gross Loss.

Sensitivität
Wie verändert sich der theoretische Preis der Option in Abhängigkeit von einem der eingehenden Faktoren? Also eine partielle Ableitung (die nur per Differenzenquotienten angenähert wird, weil normalerweise nicht analytisch möglich, denn die Modelle arbeiten zumeist auch nur diskret). Es gibt die die Faktoren Delta, Gamma, Theta, Eta, Epsilon, Vega, Rho.

Sentiment Analyse
Sentiment Analyse bezeichnet die Bewertung der Stimmungen der Teilnehmer im Markt. Eine Vielzahl von Sentiment-Indikatoren basiert auf dem Contra Indikator Ansatz. Hierbei liegt die Überlegung zu Grunde, daß sich die Mehrheit der Marktteilnehmer irrt, da positiv orientierte Marktteilnehmer bereits eher auf der Long Seite investiert und somit eigentlich potentielle Verkäufer sind; umgekehrt sind pessimistisch orientierte Marktteilnehmer meist unterinvestiert und somit potentielle Käufer. Siehe Behavioral Finance .

Set-Up
Als Set-Up bezeichnet man Voraussetzungen oder auch eine Kombination von Voraussetzungen, die zuerst erfüllt sein müssen, bevor eine Marktposition eingegangen werden kann. Set-Ups geben keine Einstiegssignale. Sie warnen nur vor, daß ein Trade unmittelbar bevorstehen könnte. Ein Set-up ist somit ein Filter.

Settlement
Mit Settlement wird die Erfüllung eines Finanzgeschäftes, insbesondere eines Termingeschäftes, bezeichnet. Man unterscheidet zwischen Cash-Settlement (Differenzausgleich in Geld) und physischem Settlement (Lieferung des Basiswertes).

Settlementpreis
Im Futures- und Optionshandel der Preis, der von der Börse am Ende eines jeden Börsentages zur Kontraktbewertung festgesetzt wird.

Shareholder Value
Nutzen der Aktionäre, Aktionärsvermögen. Der Shareholder-Value-Ansatz beinhaltet alle Aspekte einer Unternehmensführung, die sich an dem Aktionärsvermögen als Zielgröße ausrichtet. In der Beratungspraxis wurden verschiedene Ansätze entwickelt, die folgende Gemeinsamkeit aufweisen: eine an Zahlungsströmen orientierte, langfristige Sichtweise, die die Erwartungen der Kapitalgeber zur Meßlatte erfolgreicher Unternehmenstätigkeit macht. Die Erwartungen richten sich nach den Opportunitätskosten, die Kapitalgebern durch die Investition in ein Unternehmen entstehen.

Shooting Star
Eintagesformation aus der Candlestick - Theorie. Leichtes Verkaufssignal.

Short (bearish) set-up
Ein Short Set-Up ist eine Voraussetzung oder auch eine Kombination von Voraussetzungen, die zuerst erfüllt sein müssen, bevor eine Marktposition auf der Verkauf-Seite eingegangen werden kann. Bei einem trendfolgenden Ansatz müsste z.B. ein Abwärtstrend identifiziert sein. Ein Short Set-Up gibt kein Einstiegssignal. Ein Short-Set-Up warnt nur davor, daß ein Trade auf der Verkaufseite unmittelbar bevorstehen könnte.

Short Position
Durch Verkauf eines (noch) nicht in Besitz befindlichen Wertpapiers hat der Verkäufer eine Short Position in diesem Papier. Einfach ausgedrückt heißt das: der Marktteilnehmer verkauft Wertpapiere, die er zum Zeitpunkt des Verkaufes noch nicht besitzt. Er "überzieht" quasi sein Wertpapierdepot. Die üblichste Erwartungshaltung hinter dieser Handelsaktivität ist der Wunsch, die "leer" veräußerten Wertpapiere zu einem späteren Zeitpunkt wieder günstiger zurückzukaufen, sie also "einzudecken". Kauft dieser Marktteilnehmer seine Wertpapiere zurück, löst er somit seinen Short Bestand wieder auf. Im Gegensatz dazu: siehe Long Position.

Sicherungsabtretung
Auch Sicherungszession. Sie gehört zu den bürgschaftsähnlichen Kreditsicherheiten, ist jedoch gesetzlich nicht explizit geregelt. Kredite können dadurch besichert werden, daß Forderungen und andere Rechte des Kreditnehmers an das kreditgebende Kreditinstitut abgetreten werden. Zusätzlich kann eine Forderung, die der Kreditnehmer einer dritten Person gegenüber hat, durch einen Vertrag an das Kreditinstitut abgetreten werden. Dieser Abtretungsvertrag wird zwischen dem Gläubiger dieser Forderung, dem sogenannten Zedenten, und dem Kreditinstitut oder einem anderen Sicherungsnehmer, dem sogenannten Zessionar, ohne Mitwirkung des Schuldners aus dieser Forderung geschlossen. Der Vertrag ist dabei formfrei gültig. Neben dieser stillen Zession kennt man auch noch die offene Zession, bei der der Drittschuldner über die Abtretung informiert ist. Man unterscheidet ebenfalls zwischen der Einzelabtretung von Forderungen sowie einer Mantel- und einer Globalzession. Während der Kreditnehmer bei der Mantelzession verschiedene bestehende Forderungen abtritt, zukünftige Forderungen jedoch erst nach Einreichung dieser Forderungen bei der Bank als abgetreten gelten, tritt er bei der Globalzession alle gegenwärtigen und künftig entstehenden Forderungen gegenüber bestimmten Drittschuldnern ab, so daß diese bereits bei ihrer Entstehung als abgetreten gelten.

Skontro
Hilfsbücher der Bankbuchhaltung zur Überwachung und zum Nachweis von Bestandsmengen und -veränderungen.

Soll-Cut-Off- Zeitpunkt
Der Soll-Cut-Off-Zeitpunkt ist ein periodisch wiederkehrender Zeitpunkt (z.B. täglich 16 Uhr). Geschäfte, die nach dem Soll-Cut-Off gehandelt worden sind, sollen beim Datenabzug aus dem Liefersystem nicht mehr berücksichtigt werden. Der Soll-Cut-Off ist je Liefersystem definiert (denkbar sind auch mehrere Soll-Cut-Offs je Liefersystem, wenn dieses Liefersystem mehrmals täglich an die GDB [Geschäftsdatenbank] liefert).

Sonderverwahrung
Verpflichtet den Verwahrer, die Wertpapiere unter äußerlich erkennbarer Bezeichnung jedes Hinterlegens gesondert von seinen eigenen Beständen und von denen Dritter aufzubewahren. Es handelt sich hierbei um Wertpapiere, die nicht zur (Giro-)Sammelverwahrung durch eine Wertpapiersammelbank (Deutsche Börse Clearing) zugelassen sind, oder wenn der Hinterleger die gesonderte Aufbewahrung verlangt (§ 2 DepotG).

Sorten
Banknoten und Münzen im Gegensatz zu Devisen.

Sparbrief
Namensschuldverschreibung mit festem Zins, die der mittelfristigen Anlage von freien Geldbeträgen dient, die zu einem bestimmten Zeitpunkt inklusive aufgelaufener Zinsen zurückgezahlt werden. Sparbriefe werden von Kreditinstituten ausgegeben und haben in der Regel eine Laufzeit von 4-10 Jahren. Man unterscheidet zwischen normalverzinsten und abgezinsten Sparbriefen. Bei dem normalverzinsten Typ legt der Sparer einen bestimmten Betrag an, der jährlich eine Zinsgutschrift bringt. Bei dem abgezinsten Typ wird der Kaufpreis ermittelt, indem vom Nennwert (Rückzahlungsbetrag) Zinsen und Zinseszinsen der Laufzeit abgezogen werden.

Sparbuch
Urkunde, die der Eintragung von Spareinlagen dient. Spareinlagen sind dabei Einlagen, welche der Anlage oder Ansammlung von Vermögen dienen und die durch die Ausfertigung einer Urkunde, z.B. des Sparbuchs, gekennzeichnet sind. Das Kreditinstitut kann schuldbefreiend an jeden Inhaber des Sparbuchs auszahlen, ist dazu jedoch nicht allein aufgrund der Vorlage der Urkunde verpflichtet. Das Sparbuch eignet sich für die Bereitstellung einer kurzfristig abrufbaren Reserve für alle Fälle. Für darüber hinausgehende Mittel sollte man mit Blick auf eine höhere Rendite andere Anlageformen wählen.

Spareckzins
Der Zinssatz für Spareinlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist (Sparbuch). Der Spareckzins ist Anhaltspunkt für alle anderen Sparzinsen je nach Form der Einlage.

Sparkasse
Öffentlich rechtliche Kreditinstitute, die ursprünglich besonders zur Pflege des Sparwesens breiter Bevölkerungsschichten gedacht waren. Mittlerweile betreiben sie jedoch alle Bankgeschäfte und sind als Universalbanken tätig. Ihre Träger sind Gemeinden, Ämter, Kreise und Zweckverbände, die für die Verbindlichkeiten der Sparkassen haften (Gewährträgerhaftung). Das Zentrale Kreditinstitut für die Sparkassen ist die jeweilige Landesbank/Girozentrale. Als Spitzenverband der Sparkassen fungiert der Deutsche Sparkassen- und Giroverband e.V., Bonn.

Sparobligation
Spar(kassen)obligationen gehören genau wie Sparobligationen und Sparkassen-Inhaberschuldverschreibungen zu den Sparschuldverschreibungen. Sie nehmen in der Praxis eine Zwischenstellung zwischen Spareinlagen auf Konten und börsengängigen festverzinslichen Wertpapieren ein. Sparobligationen haben einen Festzins für die gesamte Laufzeit. Die Laufzeit der Sparobligationen beträgt i. d. R. vier bis zehn Jahre. Eine Rückgabe vor Fälligkeit ist normalerweise ausgeschlossen.

Spekulation
Ursprünglich: gewagte Geschäfte machen, auf etwas rechnen, also Käufe und Verkäufe unter Ausnutzung von (erwarteten) Preisänderungen, besonders auf den Wertpapier-, Waren- und Grundstücksmärkten sowie im Börsenhandel. Ein Spekulant kauft Wertpapiere, weil er hofft, daß der Kurs schnell steigt und er sie mit Gewinn wieder verkaufen kann (Hausse-Spekulant) oder er verkauft Wertpapiere in der Annahme, die Kurse fallen weiter, und er kann sie günstig zurückkaufen (Baisse-Spekulant).

Spekulationsfrist
Wer aus dem Verkauf von Wertpapieren Gewinn erzielt, unterliegt ggf. der Einkommensteuer. Die Besteuerung greift bei Wertpapieren, die innerhalb von 6 Monaten mit Gewinn verkauft werden (Spekulationsgeschäft). Gewinne bis zu 1000,- DM p.a. sind steuerfrei. Bei Überschreitung dieser Freigrenze muß der komplette Gewinn versteuert werden. Veräußerungsgewinne nach 6 Monaten sind dagegen steuerfrei.

Spesen
Bei Wertpapieren hauptsächlich die Bankprovision , Maklergebühr (Courtage), Limit- und Depotgebühren. Fremde Spesen fallen überwiegend beim Kauf oder Verkauf ausländischer Wertpapiere an.

Spiders
Standard & Poor´s Depositary Receipts (SPDR) sind Anteilsscheine an einem Unit Investment Trust ohne Endfälligkeit. Dieser Trust zeichnet den S&P 500 maßstabsgetreu nach. Indexfonds sind nicht an Börsen handelbar; ihr Nettovermögenswert wird am Ende eines jeden Handelstags festgelegt. Spiders hingegen werden technisch wie Aktien betrachtet, sind damit handelbar und können auch leerverkauft werden.

Spezialbanken
Kreditinstitute können nach dem Ausmaß ihres Geschäftes in Universal- und Spezialbanken aufgeteilt werden. Spezialbanken beschränken sich in der Regel auf ein oder wenige Bankgeschäfte nach § 1 Abs. 1 KWG. Zu den Spezialbanken gehören insbesondere die Realkreditinstitute (vor allem die Hypothekenbanken), die Bausparkassen, die Postgiro- und Postsparkassenämter, die Kreditinstitute mit Sonderaufgaben (z. B. Industriekreditbank AG, Landwirtschaftl. Rentenbank, Deutsche Ausgleichsbank, etc.), Kapitalanlagegesellschaften, Wertpapiersammelbanken (z.B. Deutsche Kassenverein AG, Deutsche Börse Clearing) und Bürgschaftsbanken.

Spiegelbestand
Unter einem Spiegelbestand wird die Abbildung eines aus einem internen Geschäft innerhalb einer Einheit resultierenden Bestandes in einem Frontofficesystem verstanden, zu dem in einem anderen oder dem gleichen Frontofficesystem das Gegengeschäft (der Primärbestand) abgebildet ist. Der Spiegelbestand bildet dabei die Sicht der Sekundärstelle, der Primärbestand die Sicht der Primärstelle ab.

Der Spiegelbestand ist folglich bezüglich der Käufer-/Verkäuferposition die spiegelbildliche (seitenvertauschte) Abbildung eines einzigen internen Geschäftes.

Spitzenrefinanzierungsfazilität
Ständige Fazilität des ESZB , die die Geschäftspartner nutzen können, um Übernachtkredit zu einem im voraus festgelegten Zinssatz zu erhalten.

Spot
Siehe Kassageschäft.

Spot Month
Aktueller Liefermonat bei Futureskontrakten.

Spot Price
Aktueller Kurs eines Wertpapiers

Spread
(1) Kombination verschiedener Termingeschäfte, meist bei Optionsgeschäften.
(2) Differenz von Geld- und Briefkurs. Differenz des Kurses oder Zinssatzes eines festverzinslichen Wertpapieres zu dem eines als Referenz dienenden Papiers (z.B. Bundesanleihe, Pfandbrief) oder Referenzzinssatzes (FIBOR, LIBOR).

Spread Position
Short-(Long-)Position, die sich vollständig gegen eine Long-(Short)Position aufrechnen läßt.

Spread-Risiko
Risiko, daß sich die Differenz der Preise von zwei Financial Instruments verändert und daß es deshalb zu einemunvollständigen Marktwertausgleich der Long-Position und derShort-Position innerhalb einer Bewertungseinheitkommet.

Spread Trader
versucht aus Veränderung des Spread zu profitieren (Spread hier: Preisspanne zwischen zwei Futures-Kontrakten)

Squeeze out
Beschreibt die Möglichkeit, einen sehr kleinen Rest von Aktionären mittels einer Barabfindung aus der Gesellschaft herauszudrängen. Dies ist in Deutschland nicht zulässig, z.B. in der Schweiz aber kraft Gesetzes erlaubt.

Stalled Pattern
Trendbestätigungsformation aus der Candlestick - Theorie. Sie weist auf eine Verlangsamung des Kursanstieges innerhalb eines intakten Aufwärtstrends hin.

Stammaktie
Aktie, die berechtigt, alle im Aktiengesetz niedergelegten Rechte in Anspruch zu nehmen. Das Gegenteil der Stammaktie ist die Vorzugsaktie.

Standardvariante
Die Standardvariante eines Dealtypes ist die Ausprägung eines Dealtypes. Eine "Two-barrier-option" ist bespielsweise eine Standardavariante der OTC-Devisenoption.

Stangen-Chart
Der Stangen-Chart ist in der Entwicklungsgeschichte der graphischen Kursdarstellungen ein Nachfolger des Linien-Charts. Erstmals wird nicht nur ein Kurs pro Zeiteinheit berücksichtigt, sondern alle Preise der gemessenen Zeiteinheit. Der Stangen-Chart ist die Verbindung des Höchst- und Tiefstkurs der zugrundeliegenden Zeiteinheit und vermittelt damit einen Eindruck über die tatsächliche Schwankungsbreite des Kursverlaufes

Ständige Fazilität
Zentralbankfazilität des ESZB, die die Geschäftspartner auf eigene Initiative in Anspruch nehmen können. Das ESZB wird zwei ständige Übernachtfazilitäten anbieten, die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität.

Start-up Financing
Gründungsfinanzierung. Das betreffende Unternehmen befindet sich in der Gründungsphase, im Aufbau oder seit kurzem im Geschäft und hat seine Produkte noch nicht oder nicht in größerem Umfang vermarktet.

Statistische Kennzahlen
Statistische Kennzahlen sind ein Bestandteil der Performance Reports der TradeStation von Omega Research. Diese sind fast wichtiger als die eigentlichen Ertragskennziffern, da hier eine Bewertung des Weges hin zum Ertragsergebnis nachgezeichnet wird. Hierzu zählen z.B. folgende Größen: wieviel Trades wurden in der gemessenen Zeiteinheit tatsächlich gemacht statistisch relevant) , wie hoch war der höchste Einzelgewinn / -verlust, wobei die hier verborgene Hintergrundinformation in der Aussage besteht, ob der Gesamtgewinn über einen einzigen Trade realisiert wurde, was das System als instabil ausweisen würde. Ebenfalls von Interesse sind Aussagen zum Durchschnittsgewinn pro Gewinn-Trade und dem Durchschnittsverlust pro Verlust-Trade. Weiterhin interessiert hier die sogenannte Equity-Kurve (Ertragskurve), die nach Möglichkeit kontinuierlich ansteigen sollte. Es nützt keine Handelssystematik, die über den gemessenen Gesamtzeitraum zwar profitabel war, innerhalb dieser Phase jedoch unverhältnismäßig ins Minus abgetaucht ist. Zum einen wäre es unter diesen Umständen fraglich, ob der Anwender an dieser Systematik tatsächlich bis zum Ende festgehalten hätte, bzw. ob ihn die erlittenen Verluste nicht erzwungen hätten, sich aus dem Markt zurückzuziehen. Weitere Bestandteile der Performance Reports sind Ertragskennzahlen und psychologische Kennzahlen.

Steigendes Dreieck
Ein steigende Dreieck ist für die Technische Analyse von höherer Bedeutung als ein symmetrisches Dreieck. Hier ist die mögliche Kursentwicklung wesentlich zuverlässiger zu prognostizieren. Ein steigendes Dreieck, auch Hausse-Dreieck genannt, tritt häufig am Ende von abwärtsgerichteten Trends auf. Grundsätzlich kann es auch als Konsolidierungsformation im bestehenden Trend auftreten und somit den Trend bestätigen. Ein steigendes Dreieck läßt in der Regel steigende Kurse erwarten. Dies verdeutlicht seine Konstruktion, die die Marktlage widerspiegelt. Während sich die Verkäufer auf ein einheitliches Verkaufsniveau "eingeschossen" haben, woraus die waagerechte Widerstandslinie resultiert, verhalten sich die Käufer wesentlich aggressiver. Sie sind nach jeder Kursreaktion eher bereit, auf erhöhtem Niveau zu kaufen, so daß die untere Unterstützungslinie steigend verläuft. Während das Angebot auf dem Widerstandsniveau allmählich austrocknet, treibt frisches Geld die Unterstützungslinie immer weiter nach oben, bis der Ausbruch erfolgt.

Step-Down-Zinsswap
Zinsswap, dessen der Zinsberechnung zugrundeliegender Nominalbetrag imZeitablauf abnimmt.

Step-Up-Anleihe
Bei der Step-Up-Anleihe wird anfangs ein relativ niedriger Kupon gezahlt, später dann ein sehr hoher.Diese Anleihe wird zu pari begeben und zurückgezahlt. Bsp.: Bundesschatzbriefe.Dazu siehe auch Kombizins-Anleihe.

Step-Up-Swap
Auch Stufen-Swap genannt. Dieser Swap hat über die Vertragslaufzeit ansteigende Nominalbeträge.

Stillhalter
Im Bereich des Optionsgeschäftes, das eine spezielle Form des Termingeschäftes darstellt, gibt es neben dem Käufer einer Option den sogenannten Stillhalter, den Verkäufer der Option. Der Käufer erwirbt dabei das Recht, vom Stillhalter innerhalb einer vereinbarten Frist die Lieferung einer bestimmten Leistung (bei der Kaufoption) oder ihre Abnahme (bei der Verkaufsoption) zu einem bei Vertragsabschluß festgelegten Preis verlangen zu können. Für dieses Recht muß er an den Stillhalter eine sogenannte Prämie, den Optionspreis , bezahlen.

Stimmrecht
Des Aktionärs auf der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft. Das Stimmrecht wird nach Aktiennennbeträgen ausgeübt. Normalerweise gewährt jede Stamm(Aktie) dem Aktionär eine Stimme. Das Stimmrecht kann auch durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden; Vollmachtstimmrecht (§ 134 - 137 AktG).

Stochastic
Der Stochastic Indikator gehört zur Gruppe der Oszillatoren. Sein Konzept basiert auf der Beobachtung, daß bei intakten Aufwärtstrends die Schlußkurse in der Regel nahe der Höchstkurse liegen, bei intakten Abwärtstrends liegen diese dagegen nahe der Tiefstkurse. Nimmt die Dynamik einer Trendbewegung ab (eine häufige Entwicklung vor einem Trendende), bewegt sich der Schlußkurs von diesem Extrempunkt weg, d.h. in steigenden Märkten entfernt er sich von seinem Höchstkurs, in fallenden Märkten entfernt er sich von seinen Tiefstkursen. Diese Entwicklung wird vom Stochastic Indikator abgebildet. Der Indikator ist speziell für das Auffinden von Umkehrpunkten bei Tertiärtrends in Seitwärtsmärkten entwickelt worden.

Die Idee hinter dem Stochastik ist die, dass in einem Aufwärtstrend die täglichen Schlusskurse näher beim Höchstkurs des Tages liegen, während in einem Abwärtstrend die Schlusskurse näher beim Tiefstkurs liegen. Eine Trendumkehr wird dadurch identifiziert, dass sich die Schlusskurse immer mehr in die entgegengesetzte Richtung bewegen. Schließt der Wert dann auf Tageshoch bzw. –tief ist der Trend vorbei. Der Stochastik basiert auf 2 Linien, der %K und der %D-Linie. Die %D-Linie ist dabei ein GD der %K-Linie. Beide Linien schwanken zwischen 0 und 100. Neben diesem als Fast Stochastik bezeichneten Indikator, wird auch noch der Slow Stochastik berechnet. In diesem Fall wird die %D-Linie als Basis genommen und darauf ein GD berechnet. Ein Wert von 0 (Null) zeigt an, dass der aktuelle Schlusskurse der niedrigste Kurs im Betrachtungszeit ist, umgekehrt zeigt ein Wert von 100 an, dass der Schlusskurs dem höchsten Wert entspricht. Genau wie beim RSI zeigen Werte in der Nähe der Maxima überkaufte Situationen, Werte in der Nähe des Minimums überverkaufte Situationen an. Ein Schnitt der oberen Extremlinie (in der Regel bei 70%) von oben nach unten gibt ein Verkaufsignal, ein Schnitt der unteren Extremlinie (in der Regel bei 30%) von unten nach oben liefert ein Kaufsignal. Neben dieser gebräuchlichsten Interpretation liefert auch der Schnitt der beiden Linien, am besten innerhalb der Extremzonen, Signale (ähnlich wie MACD).

Stop-Kurs Als Stop-Kurs bezeichnet man ein Kursniveau, welches vor Eröffnung einer Position definiert wird, an der im Falle einer Fehlentwicklung diese wieder aufgelöst wird, bzw. auch ein nach einem vorher definierten Regelwerk flexibel veränderbares Kursniveau, welches im Zuge der Positionsentwicklung an den Kursverlauf angepaßt wird, um angelaufene Gewinne abzusichern. Der Begriff "Stop-Kurs" kann als Sammelbegriff für eine breite Palette von Stop-Methodiken verstanden werden.

Stop loss Order
Auftrag, einen Future-Kontrakt "bestens" zu liquidieren, falls eine bestimmte Preisgrenze erreicht oder überschritten wird.

Straddle
Kauf- oder Verkaufsauftrag für die gleiche Anzahl von Puts und Calls des gleichen Basiswertes mit den gleichen Ausübungspreisen und den gleichen Verfalldaten.

Strangle
Kauf- oder Verkaufsauftrag für die gleiche Anzahl von Puts und Calls des gleichen Basiswertes mit den gleichen Verfalldaten, jedoch verschiedenen Ausübungspreisen.

Streifbandverwahrung
s. Sonderverwahrung
Bei der Streifbandverwahrung wird um die Wertpapiere ein Streifband gelegt, das den Namen des Käufers trägt. Gegenteil von Girosammelverwahrung.

Strike price
s. Basispreis
Der Strikepreis (Strike, Basispreis) ist der beim Abschluß eines Optionsvertrages festgesetzte Preis, zu dem das Underlying vom Verkäufer (Stillhalter ) auf den Käufer übergehen kann.

Stripped Bonds
Sie entstehen, wenn Zinskupons von der in der Schuldverschreibung verbrieften Hauptforderung abgetrennt werden. Soweit die Hauptforderung oder einzelne Zinskupons getrennt gehandelt werden, handelt es sich um Papiere ohne laufende Verzinsung, die vom Grundgedanken her mit Zero Bonds vergleichbar sind.

Stripping
Trennung (vom WP) und getrennter Handel von Kapital- und Zinsansprüchen

strukturiertes Produkt
Ein strukturiertes Produkt liegt dann vor, wenn der mit dem Kontrahenten gehandelte Dealtype aus zwei oder mehreren anderen dealtypes zusammengesetzt wurde, also zwei rechtlich selbständige Verträge notwendig sind, um den beschriebenen dealtype zu erzeugen.

Stückaktie
Die 1998 in Deutschland erstmalig zugelassene Stückaktie stellt eine unechte nennwertlose Aktie dar. Sie ist folgendermaßen charakterisiert:

  • Die Gesellschaft verfügt über ein nennbetragsmäßig festgesetzes Grundkapital.
  • Das Grundkapital ist in Aktien zerlegt, die jeweils einen gleichgroßen Teilbetrag des Grundkapitals repräsentieren, d.h. unterschiedliche anteilige Grundkapitalbeträge vergleichbar den bisher existierenden unterschiedlichen Nennbeträgen sind nicht zulässig.
  • Aufgrund der, in der Satzung festgelegten, Gesamtzahl der Aktien ergibt sich, welchen Bruchteil des Grundkapitals eine einzelne Aktie verkörpert (z.B. ein 40 Millionstel).
  • Dieser rechnerische Nennwert mußte früher mindestens dem Mindestnennwert von DM 5 entsprechen. Seit dem 1.1.1999 beträgt der Mindestnennwert 1 Euro.
Auf der Aktienurkunde ist kein Nennwert mehr aufgedruckt, sondern beispielsweise die Bezeichnung "1 Aktie der X-AG". Der Aktieninhaber kann seine Beteiligungsquote nicht unmittelbar der Aktienurkunde entnehmen. Hierzu muß er die Satzung der Gesellschaft einsehen, um die Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien zu erfahren. Eine Kapitalmaßnahme, die zu einer Veränderung des Anteils führt, bewirkt lediglich eine Änderung in der Satzung und macht keine Anpassung der Aktienurkunde erforderlich.

Stückzinsen
Für Schuldverschreibungen seit dem Fälligkeitstag des letzten eingelösten Kupons aufgelaufene Zinsen. Sie werden beim Kauf bzw. Verkauf des Wertpapieres zwischen den Kontrahenten verrechnet.

Subskription
Zeichnen von Anleihen oder Aktien. Die Subskription gliedert sich in die Aufforderung zur Zeichnung, die Zeichnung und die Zuteilung an den Zeichner.

Swaps
Als Alternativen zu direkten Finanzierungen (Anleihe , Festsatzkredit) an den internationalen Finanzierungsmärkten haben sich Zins- und Währungsswaps als Quelle für kostengünstiges festverzinsliches Fremdkapital erwiesen. Bei dem reinen Zinsswap geht es um den Austausch von Zinszahlungsverpflichtungen in einer Währung für eine bestimmte Laufzeit. Wesentlich ist, daß die auf den gleichen Ausgangsbetrag zu leistenden Zinsen unterschiedlichen Zinsberechnungen unterliegen und durch den Swap keine gegenseitigen Kapitalforderungen entstehen. Sinn eines solchen Tausches ist es, den relativen Vorteil, den jeweils eine Partei gegenüber der anderen aufgrund ihrer Stellung an einem bestimmten Finanzmarkt hat, mit der anderen Partei zu tauschen. Das gleiche gilt auch sinngemäß für Währungsswaps. Hauptmerkmal eines Währungsswaps ist, daß die zu tauschenden Verbindlichkeiten in verschiedenen Währungen begründet sind.

Swapsatz
Unterschied zwischen dem Kassa- und dem Terminkurs einer Währung.

Swaption
Option auf einen Swap. Vereinbarung, die dem Käufer der Option das Recht gibt, gegen Zahlung einer Optionsprämie zu einem festgelegten Zeitpunkt in einen hinsichtlich Laufzeit und Zinshöhe fixierten Swap einzutreten.
... ist eine OTC-Option auf den Abschluß eines Interest Rate Swaps, wobei zwischen

  • Swaption mit Cash Settlement (d.h. es ist ein Differenzausgleich vereinbart;
  • Swaption ohne Cash Settlement (d.h. es ist ein Eintritt in den Swap vereinbart) unterschieden wird.

Der Käufer einer Kaufoption: hat das Recht, zu einem festgelegten zukünftigen Zeitpunkt in einen hinsichtlich Laufzeit und Verzinsung spezifizierten Swap einzutreten, in welchem er den Festsatz zahlt und den variablen Satz erhält (sogen. Payer-Swaption oder Call-Option);
Der Käufer einer Verkaufsoption hat die Wahl, in einem zukünftigen Zins-Swap den Festsatz zu erhalten und den variablen Satz zu zahlen (sogen. Receiver-Swaption oder Put-Option).

Swift
Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication mit Sitz in Brüssel, 1973 gegründet. Die angeschlossenen Kreditinstitute (inzwischen über 3800) profitieren von der entwickelten Standardisierung und damit auch Beschleunigung im internationalen Zahlungsverkehr.

Symmetrisches Dreieck
Ein symmetrisches Dreieck besteht aus zwei aufeinander zulaufenden Trendgeraden. Im Idealfall handelt es sich beim symmetrischen Dreieck um ein spitzes Dreieck, welches die fallenden Spitzen und die steigenden Böden des Kursverlaufes begrenzt. Solange sich die Kurse innerhalb des Dreiecks bewegen, ist es nicht ersichtlich, in welche Richtung ein möglicher Ausbruch erfolgen wird. Ein Handelssignal wird generiert, wenn eine der beiden Trendlinien signifikant gebrochen wird. Eine Faustregel besagt, daß ein möglicher Ausbruch im zweiten Drittel des Dreiecks erfolgen sollte, um für den Händler von Bedeutung zu sein. Findet der Kursausbruch jedoch zu nahe an der Dreiecksspitze statt, spricht dies für eine Pattsituation zwischen Angebot und Nachfrage. In diesem Falle werden sich die Preise zunächst weiterhin trendlos entwickeln, da im Zeitverlauf zwangsläufig eine der beiden Dreiecksbegrenzungen durchbrochen werden muß, ohne daß ein Handelssignal vorliegt.

Symmetrische Kontrakte
sind Geschäfte mit Produkten, bei denen Rechte und Pflichten zwischen den Handelspartnern spiegelbildlich verteilt sind.
Beispiel Termingeschäft: Sowohl Käufer als auch Verkäufer müssen zu einem im vorhinein festgelegten Termin in einen Kaufvertrag eintreten, aus dem sich für beide Seiten Rechte und Pflichten ergeben (wer zukünftig aus diesem Kaufvertrag Gewinne erwirtschaftet bzw. Verluste erleidet, ist dabei im Abschlußzeitpunkt gleichverteilt).
Symmetrisch sind daher alle Kassa- und Termingeschäfte.

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