NET - CONSULT
Professional Network and Communications Consulting

  Home Netzwerk Projektmanagement Service/Support Projekte/Erfahrungen Kontakt/Infos

 

Zurück

 

 

Der ideale Projektleiter

Die Rollen eines Projektleiters:

Ein Projektleiter muss Manager (ohne dauerhafte Position), Psychologe, Administrator, Koordinator, Stratege, Verkäufer , Einkäufer, Repräsentant, Verhandlungspartner, Konflikt- und Krisenmanager, Risikoanalytiker, Diplomat, Kontrolleur, Seelentröster und Detektiv sein. Lernbares Fachwissen alleine reicht in den seltensten Fällen aus. Der Projektleiter braucht Phantasie und die Fähigkeit, komplizierte Zusammenhänge einfach darzustellen. Er braucht Kreativität und die Fähigkeit, die Zügel auch im Chaos noch fest in der Hand zu behaltenund darüber hinaus einen messerscharfen Sinn für Logik und die Fähigkeit, unfassbare Strömungen und Stimmungen rechtzeitig zu wittern.
Der Projektleiter braucht Dynamik und Entschlussfreudigkeit und dabei gleichzeitig die innere Ruhe, auch unter Druck zu vernünftigen Entscheidungen zu kommen. Er muss sich durchsetzen können und braucht gleichzeitig das Einfühlungsvermögen in Menschen, die es sich (anders als Sie) erlauben können, sensibel zu sein. Er braucht die Stärke, Risiken eingehen zu können und gleichzeitig die Kraft, lieber als "Feigling" dazustehen, als sinnlose Gefahren zu riskieren. Und dann sollten er auch noch die Distanz zu sich selber haben, dass er es noch merkt, wo seine Schwächen und Stärken liegen.

Wissen allein genügt nicht !

Erwartungen an einen Projektleiter:

1.) Zielorientierung
Der Projektleiter verfolgt aus eigenem Antrieb die Ziele des Projektes und somit auch die Ziele des Gesamtunternehmens. Es darf nicht notwendig sein, dass er auch noch vom Management regelmäßig "angefeuert" werden muss. Er behält die Ziele auch bei Turbulenzen im Auge und neigt nicht dazu, sich ständig "nach oben abzusichern " . Sein Führungsstil ist ergebnisorientiert.

2.) Entscheidungsfähigkeit
Der Projektleiter neigt nicht dazu, aus Angst vor Fehlern Entscheidungen zu verschleppen (Gefahr: Das Projekt kommt bei entscheidungsängstlichen Projektleitern schnell zum Dümpeln). Er geht Entscheidungen offensiv an und steht dazu. Nicht selten ist eine Fehlentscheidung noch besser als gar keine Entscheidung denn dann geht die Arbeit wenigstens weiter, und es kann zu neuen Erkenntnissen kommen. Fehlentscheidungen werden weder vertuscht, noch beschönigt. Sie werden souverän bereinigt.

3.) Fachwissen
Ein guter Projektleiter braucht Generalistenwissen. Er muss jedoch in der Lage sein, sich jederzeit schnell das Wissen beschaffen zu können, das er oder sein Team braucht. Er muss auch in der Lage sein, zu beurteilen, wer in seinem Team in welchem Gebiet besonders gutes Wissen besitzt und auch besonders gut eingesetzt werden kann (und: wer nur blufft und mit den Erfolgen anderer glänzen will). Er muss sich von dem Ehrgeiz trennen, immer die meisten Detailkenntnisse haben zu wollen. Er muss es auch ertragen können, dass Mitarbeiter ihn an Fachwissen "übertrumpfen". Er braucht gute betriebswirtschaftliche Kenntnisse und muss die Vorgänge in der Zielumgebung des Projektproduktes verstehen. Außerdem braucht er die Kenntnisse, die für das Managen von Projekten notwendig sind.

4.) Soziale Kompetenz
Das kann sich ein Projektleiter nicht leisten: Die Allüren von Bürokraten, Technokraten, Einsiedlerkrebsen, Karriererambos, sensiblen Artisten etc. Ein guter Projektleiter verzichtet auf "Abteilungsdenken" auch in der Variante: "Mein Projekt ist schöner als das von XY". Er ist ein angenehmer und ergebnisorientierter Gesprächspartner für seinen Auftraggeber, die Anwender, sein Team, das Management und Externe. Er bringt verschiedene Parteien an einen Tisch und zu einem Konsens. Er wirkt motivierend und mitreißend, ohne dass sich andere "überfahren" fühlen. Er geht Probleme und Konflikte aktiv an und führt zu positiven Lösungen. Und zum Schluss: Er denkt gut über andere Menschen und gehen davon aus, dass man auch gut über Sie denkt. Kurz: Er ist so, wie wir alle gerne wären. :-)

5.) Flexibilität
Ein guter Projektleiter klebt nicht an Plänen und wartet nicht auf Vorgaben "von oben". Bei Änderungen (z.B. der Umwelt des Projektes, der Randbedingungen etc.) kann er schnell umschalten und neue Wege zum Ziel entwickeln.

6.) Souveränität
Auf Angriffe, Misserfolge, Zweifel oder auch "schlechtes Benehmen" gestresster Mitmenschen reagiert ein erfahrener Projektleiter gelassen aber nicht überheblich. Er erkennt seine Irrtümer oder lässt sich darauf aufmerksam machen und lernen daraus. Wo es notwendig ist, weicht er von Konzepten oder Regeln nach Augenmaß ab. Auch im Chaos behält er das Ruder fest in der Hand und führt das Projekt wieder in ruhiges Wasser. Er lässt nicht zu, dass ein Mitglied seines Teams von außen oder nach außen angegriffen oder bloßgestellt wird. Er gibt nicht die Leistung seiner Mitarbeiter als eigene Erfolge aus. Es stellt sich die Frage: Wie wird man so ein wundervoller Mensch, wie man wohl sein muss, wenn man erfolgreich Projekte leiten will? Die Antwort ist wenig originell: Üben, üben, üben.


Diese Qualifikationen brauchen Sie als Projektleiter:

1.) Kenntnisse, die sich ein Projektleiter intellektuell durch Schulungen, Fachbücher, Erfahrungsaustausch etc. aneignen kann. Das können sein:
Techniken der Planung und Budgetierung
Fachkenntnisse zur DV und zum Sachzusammenhang des Projektes
Kontrolltechniken
psychologische, didaktische, pädagogische Kenntnisse (z.B. Motivationstheorien, Gruppendynamik, Aggressionstheorien, Theorien zur Entstehung von Konflikten)
Kommunikationstechniken
Fachkenntnis zu Führungsformen

2.) Erfahrungen, die er selber sammelt und reflektiert, zum Beispiel durch die Mitarbeit in Projekten und zunehmende Übernahme von Verantwortung für eigene (zunächst kleinere) Projekte. Er sollte immer auch die Augen und Ohren offen halten: Wie machen es die Anderen? Was kann ich daraus lernen? Diese Erfahrungen können sich beziehen auf:
Erstellen und Pflegen von Plänen
Durchführen von Schätzungen
Lösen von Problemen und Managen von Krisensituationen
Leiten von Meetings, Moderation
Erstatten von Berichten
Führen von Teams
Einsetzen von Tools, Methoden und Verfahren

3.) Persönlichkeitsmerkmale, die ein guter Projektleiter als Veranlagung oder Begabung mitbekommen oder sich gezielt antrainiert hat:
natürliche Autorität
seelische Stabilität, positive Grundhaltung und Selbstvertrauen
Ehrlichkeit, Verschwiegenheit und Vertrauenswürdigkeit
Humor
Teamfähigkeit und Konfliktfähigkeit
Mut zum Risiko und Dynamik
Entscheidungsfreudigkeit
Toleranz von widersprüchlichen Anforderungen
liebevolles Verhalten, menschliche Wärme

4.) Fähigkeiten, die sich aus seinen Kenntnissen, Erfahrungen und Persönlichkeitsmerkmalen ergeben. Das können sein:
Ziele erkennen, definieren und vorgeben
Delegieren von Aufgaben und Verantwortung
Motivieren
Situationen, Risiken und Erfolgschancen richtig einschätzen
in Krisen die Führung behalten und aus der Krise herausführen
bei Kommunikationen sich selbst verständlich machen und den anderen Menschen richtig verstehen
die Gefühle anderer Menschen richtig einschätzen und berücksichtigen
andere Menschen richtig einsetzen, wo sie erfolgreich sein wollen und können
Präsentationen, Diskussionen, Meetings erfolgreich ( durch- ) führen
mögliche Probleme voraussehen und Konflikte "wittern II , bevor sie unkontrolliert ausbrechen
Erfahrungen nutzbar machen

Nicht jeder kann alle diese Anforderungen erfüllen, die hier an einen Projektleiter gestellt werden. Das wäre auch schon fast wieder so perfekt, daß es die Mitmenschen einschüchtern würde.

Wichtig ist, dass ein guter und erfahrener Projektleiter sich selbst immer kritisch sieht:
Das sind meine Stärken. Die baue ich aus.
Das kann ich nicht so gut. Da werde ich an mir arbeiten oder ich finde einen Mitarbeiter im Team, der es besser kann als ich.

 

www.netcons.net