Finanzglossar P
Partner
Ein Partner (Kontrahent, Vertragspartner) ist ein Vertragspartner beim
Abschluß eines Vertrages. Es kann maximal
zwei Partner geben. Man unterscheidet zwischen externen
und internen Partnern.
Paket
Größerer Nominalbetrag von Aktien
einer Gesellschaft, die sich in einer einzigen Hand befinden. Der Handel
damit - meist außerhalb der Börse
- wird als Pakethandel bezeichnet.
Pari
bedeutet, der Kurs eines Wertpapieres entspricht
seinem Nennwert. Über pari heißt:
Kurs über Nennwert. Unter pari heißt: Kurs unter Nennwert.
Ein Wertpapier notiert zu pari, wenn es zu 100 ( Prozent des Nennwertes)
gehandelt wird.
Parität
Im Allgemeinen bezeichnet man das Austauschverhältnis zweier Währungen
als Parität. An der Börse wird die Parität auch als Kurs
verwendet, der sich für ein ausländisches Wertpapier bei Umrechnung
der Notierung an der Heimatbörse in Inlandswährung ergibt.
Parität am Geld
Call- oder Put-Optionsschein,
dessen Basispreis gleich dem Kurs des Bezugswerts
ist. D.h., die Optionsscheine sind ohne inneren
Wert, wenn sich Basispreis und aktueller
Kurs des Bezugswerts entsprechen.
Parität aus dem
Geld
Call-Optionsschein, dessen Basispreis
über dem aktuellen Kurs des Bezugswerts
liegt; Put-Optionsschein, dessen Basispreis
unter dem aktuellen Kurs des Bezugswerts liegt.
Die Optionsscheine sind ohne Inneren
Wert
Parität im Geld
Call-Optionsschein, dessen Basispreis
unter dem aktuellen Kurs des Bezugswerts liegt;
Put-Optionsschein, dessen Basispreis
über dem aktuellen Kurs des Bezugswerts
liegt. Die Optionsscheine haben einen Inneren
Wert
Partizipationsschein
Von Schweizer Aktiengesellschaften ausgegebenes
Beteiligungspapier, das zwar mit Vermögensrechten ausgestattet ist,
jedoch im Gegensatz zur Aktie keine Mitgliedschaftsrechte,
insbesondere Stimmrecht, verbrieft. Die Gesellschaft
schützt sich somit vor unerwünschten Einflüssen bzw. Überfremdung
bei gleichzeitiger Zuführung von neuem risikotragenden Kapital. Partizipationsscheine
sind in rechtlicher Hinsicht den Genußscheinen
vergleichbar.
Ein Index-Partizipartionsschein ermöglicht es Anlegern, sich
direkt in einem Aktienindex zu engagieren, d.h. sie nehmen an der steigenden
und fallenden Aktienindexentwicklung teil. Mit dem Kauf eines Index-Partizipations-Scheins
erwirbt der Käufer gegen sofortige Zahlung in Höhe des Indices
- oder eines Bruchteils davon - das Recht, an einem bestimmten Zeitpunkt
in der Zukunft eine Zahlung in Höhe des dann vorherrschenden Indexstandes
- oder des jeweiligen Bruchteils davon - zu erhalten. Index-Partizipationsscheine
haben keine laufende Verzinsung und sind keine Option bzw. haben
keine Optionsrechte.
Passivum
Die Passivseite einer Bilanz zeigt die Verbindlichkeiten
eines Unternehmens und gibt Auskünfte darüber, wie das Vermögen
eines Unternehmens finanziert worden ist; es wird dabei die Struktur der
Verpflichtungen offengelegt und z. B. gezeigt, in welcher Höhe die
Aktiva durch Eigenkapital gedeckt sind. In der
Bilanz entspricht ein Überschuß der Aktiva dem Gewinn eines
Unternehmens; ein Überschuß der Passiva zeigt einen Verlust
an.
Passivgeschäfte
Bankgeschäfte, die der Beschaffung von Geldkapital dienen und damit
Verbindlichkeiten für die Bank darstellen. Zu den Passivgeschäften
gehört die Hereinnahme von Einlagen und die
Ausgabe von eigenen Schuldverschreibungen (Obligationen);
Gegensatz: Aktivgeschäfte.
Payer Zinsswap
Zinsswap, bei dem man feste Zinsen zahlt
und variable Zinsen erhält.
pcKISS
Computergestütztes Kurs-Informations-Service-System. pc-KISS bietet
die Möglichkeit, auf einem PC die Kurs- und Marktinformationen der
deutschen Börsen realtime zu empfangen. Die Aktualisierung erfolgt
automatisch. Neben den Wertpapierstamminformationen bietet pcKISS chronologische
Kursketten und grafische Darstellungsmöglichkeiten.
Pensionsfonds
Juristisch unabhängige Alterversorgungsträger, die die ihnen
zur Verfügung gestellten Gelder zweckgebunden verwalten und sie im
Versorgungsfall auszahlen. Das Vermögen des Pensionsfonds ist vom
Unternehmensvermögen getrennt und damit auch im Falle des Unternehmenskonkurses
gesichert. Der Rechtsanspruch des Arbeitnehmers richtet sich gegen den
Pensionsfonds. Beitragszahlungen an Pensionsfonds können vom Arbeitgeber
und/oder Arbeitnehmer erfolgen und sind üblicherweise in ihrer Höhe
variabel. Versorgungszusagen folgen entweder dem Prinzip des "Defined
Benefit" oder dem Modell des "Defined Contribution". Bei Defined-Benefit-Plänen
wird dem Arbeitnehmer eine bestimmte, vorab definierte Leistung zugesagt.
Das Standardbeispiel für eine Defined-Benefit-Zusage ist die Zahlung
einer (end-)gehaltsabhängigen Betriebsrente. Die Beiträge richten
sich unter Zuhilfenahme versicherungsmathematischer Berechnungen nach
der voraussichtlichen Höhe der Leistung und der bislang erzielten
oder erwarteten Rendite der Kapitalanlagen. Sie sind also variabel. Bei
Defined-Contribution-Plänen ist hingegen lediglich die Höhe
des Beitrages fest definiert, während die resultierende Renten- oder
Kapitalleistung in ihrer Höhe unbestimmt ist.
Pensionsgeschäft
Geschäft, bei dem der Pensionsgeber Vermögensgegenstände
wie z.B. Wechsel, Forderungen oder Wertpapiere
gegen Zahlung eines Geldbetrages auf einen Pensionsnehmer mit der Vereinbarung
überträgt, daß der Pensionsgeber verpflichtet oder auch
berechtigt ist, die Vermögensgegenstände zu einem bestimmten
oder noch zu bestimmenden Zeitpunkt zurückzuübertragen. Meist
Leihegeschäft in festverzinslichen Wertpapieren über einen festgelegten
Zeitraum. Alle anfallenden Erträge innerhalb des Pensionszeitraumes
verbleiben beim Pensionsnehmer. Die vereinbarte Verzinsung
ergibt sich aus den während der Pensionsdauer an den Pensionsnehmer
fließenden Zinserträgen zuzüglich oder abzüglich
der Differenz zwischen Verkaufspreis und Rücknahmepreis. Letzterer
wird bei Abschluß des Pensionsgeschäfts fixiert. Wirtschaftlicher
Eigentümer bleibt der Pensionsgeber, was insbesondere steuerliche
Auswirkungen hat. Ein Pensionsgeschäft wird oftmals zum Zwecke der
Verbilligung des Einstandskurses einem vordatierten Geschäft vorgeschaltet.
Percent in the market
Mit dieser statistischen Größe erhält man eine Information, über welchen
prozentualen Zeitraum im Verhältnis zum Gesamtzeitraum das Handelssystem
im Markt gewesen ist. Hieraus läßt sich ersehen, wie lange das Kapital
dem Marktrisiko ausgesetzt werden mußte, um seinen Ertrag zu erwirtschaften.
Percent Profitable
Percent Profitable gibt die prozentuale Trefferquote der Handelssystematik
an. Die Höhe trifft keine Aussage über die Profitabilität, aber es gilt:
je höher die Zahl, desto einfacher ist es vom psychologischen Standpunkt
aus zu handeln.
Performance
Bedeutet soviel wie Leistung. Bezeichnet die Wertentwicklung eines Wertpapiers;
wird meist auf eine bestimmte Referenzperiode, z.B. 1 Jahr, bezogen und
in Prozent vom Einstiegskurs ausgedrückt (s. auch Rendite).
PEX
Index, der auf Basis von 30 synthetischen Pfandbriefanleihen mit Laufzeiten
von 1 bis 10 Jahren berechnet wird.
Persönliche Geheimzahl
s. Geheimzahl
Pfandbrief
Festverzinsliches Wertpapier
(Schuldverschreibung)
einer privaten Hypothekenbank,
Schiffspfandbriefbank oder eines öffentlich-rechtlichen Kreditinstituts,
durch dessen Ausgabe sie sich Kapital verschafft. Das Kapital wird gegen
die Bestellung von Hypotheken
als Darlehen,
insbesondere für den Wohnungsbau, vergeben. Der Pfandbrief gewährt
keine Rechte am belasteten Grundstück, sondern verbrieft die Forderung
gegen die Bank. Ein Kündigungsrecht des Gläubigers besteht nicht.
Die ausgebenden Institute bestimmt der Gesetzgeber. Die emittierten Pfandbriefe
müssen stets in gleicher Höhe durch Hypotheken mit mindestens
gleichem Zinsertrag abgesichert sein. Diese Forderung wird durch Treuhänder
überprüft. Pfandbriefe sind mündelsicher, deckungsstockfähig
und lombardfähig.
Pfandbrief-Future
Future auf Jumbo-Pfandbriefe. Lieferbar sind
Jumbo-Pfandbriefe mit einem AAA-Rating, einem
Nominalvolumen von mindestens 1 Mrd. DM und einer Restlaufzeit zwischen
3,5 und 5 Jahren.
Pflichtblatt
Jede Börse hat eine Zeitung als Pflichtblatt.
Diese wird von der Zulassungsstelle der Börsen bestimmt. Die Wertpapier-Emittenten
müssen in der Zeitung alle vorgeschriebenen Bekanntmachungen veröffentlichen,
zum Beispiel:
- Börsenprospekte
- Termine der HV
- Jahresabschlüsse
- Bezugsrechte
- Auslosungen
Siehe auch Publizität;
Kursblatt.
Physical Delivery
s. Physische Lieferung
Physische Lieferung
Im Gegensatz zu Barausgleich: Falls in den Optionsbedingungen
so festgelegt, erhält der Inhaber des Call-Optionsscheins
bei Ausübung den Bezugswert im allgemeinen
als Depotgutschrift zum festgelegten Preis (Basispreis).
Der Inhaber des Put-Optionsscheins kann den Bezugswert
bei Ausübung zum festgelegten Preis (Basispreis)
verkaufen.
PIN
Personal Identification Number = Persönliche Geheimzahl
Piercing Pattern
Zweitagesformation aus der Candlestick
- Theorie. Kaufsignal.
Pivot-Punkt
Ihren Ursprung haben die sogenannten Pivot Punkte bei den Floor Tradern
in den USA. Mittlerweile werden diese auch von immer mehr Tradern in Europa
genutzt, um potentielle Wendepunkte bzw. intra-day Chartmarken zu berechnen.
Bevorzugt werden Pivot Punkte von kurzfristig orientierten Day-Tradern
in Terminmärkten genutzt. Ihre Berechnung dient dazu, dem Trader eine
Hilfestellung zu geben, auf welchen (neben den aus dem Chart herleitbare)
Kursniveaus Widerstände bzw. Unterstützungen liegen könnten. Pivot Punkte
gehören mit hoher Wahrscheinlichkeit zu der Kategorie von technischen
Instrumenten, für deren Existenz es keine rationale Erklärung gibt. Besonders
in sehr aktiv gehandelten Terminmärkten haben diese errechneten Chartmarken
mitunter eine hohe Bedeutung. Somit sollte jeder Day-Trader die aktuellen
Pivot Punkte für den Tag zumindest kennen.
Plain-Vanilla-Zinsswap
Einfachste Form des Zinsswap, bei dem feste
Zinsen gegen variable Zinsen getauscht werden.
Plazierung
Der Verkauf (Unterbringung) von Wertpapieren
in der Öffentlichkeit. Je mehr Käufer eine Emission
erwerben, desto besser die Plazierung. Die breite Streuung soll die Gefahr
eines Kurssturzes durch plötzliche Mengenverkäufe an der Börse
verringern.
Plazierungsverfahren
Verfahren zur Unterbringung (Plazierung) von
Wertpapieren. Zu den wichtigsten Plazierungsverfahren
gehören u.a. Bookbuilding, Festpreisverfahren,
Privatplazierung, Tenderverfahren,
etc.
Point of Sale (POS)
Mit POS wird der Abwicklungspunkt der Kauf- und Verkaufstransaktionen
im Handel von Waren und Dienstleistungen bezeichnet. Weiter gefaßt
steht POS für die bargeldlose und schecklose elektronische Zahlung
mit ec-Karte oder Bankkundenkarte
an elektronischen Kassen. Im Rahmen von Electronic
Cash sind diese Zahlungen, bei denen auch die persönliche Geheimzahl
einzusetzen ist, garantiert. Eine Garantie entfällt,
wenn auf die Eingabe der Geheimzahl verzichtet wird. In diesen Fällen
erteilt der Karteninhaber mit seiner Unterschrift auf dem Kassenbeleg
eine Einzugsermächtigung. Die hieraus resultierende
Lastschrift kann unbezahlt zurückgegeben
werden.
Portefeuille
Auch: Portfolio. Teil oder Gesamtheit der Anlage in Wertpapieren,
die ein Kunde oder ein Unternehmen besitzt (Wertpapierbestand). Ein Portefeuille
dient primär dem Zweck der Risikostreuung.
Portfolio
Ein Portfolio (Portefeuille) ist eine Gruppierung von Geschäften.
Portfolio ist die allgemeine Bezeichnung für jede Art von Gruppierung.
Sowohl eine BEN als auch ein Buch
kann als Portfolio bezeichnet werden. Zwischen Buch, BEN und Portfolio
gibt es keine eindeutige hierarchische Beziehung. Eine UNIT
ist kein Portfolio, sondern kann verantwortlich für ein Portfolio
sein.
POS
Abk. für Point of Sale
Point &
Figure - Chart
Der P&F - Chart ist eine sehr aussagekräftige Chartmethode. Der P&F
- Chart ist ein zeitunabhängiges Chartmodell und besonders geeignet für
das Erkennen von Richtungsänderungen. Der "Erfinder" des Point
& Figure Charts ist Charles Dow. Er veröffentlichte die Darstellung
dieses Charts erstmals 1898 in einem Buch. Das erste umfassende Werk über
diese Art der Darstellung erschien 1933. Der Aufbau eines P&F Charts
weicht grundsätzlich von dem eines zeitabhängigen Charts ab. Während die
Y - Achse das Preisniveau widerspiegelt (wie bei einem zeitabhängigen
Chart), wird die X - Achse nicht skaliert. In einem P&F Chart steht
das "X" für steigende, die "0" dagegen für fallende
Kurse. Grundsätzlich muß vor Erstellung eines P&F Charts eine sogenannte
Boxgröße und eine Punkt Umkehr definiert werden. Die Boxgröße stellt die
Einheit dar, um die sich ein Kurs verändern muß, um eine Veränderung im
Chartverlauf zu bewirken. Die Punktumkehr steht für die Anzahl von Boxgrößen
die notwendig sind, um eine neue Markierungssäule einzuzeichnen.
Konstruktion:
- bei steigenden Kursen werden "X"
eingezeichnet;
- bei fallenden Kursen werden "0"
eingezeichnet;
- es werden nur Änderungen gezeichnet, wenn
der Kurs sich um eine volle Einheit (Boxgröße) verändert hat;
- verändert sich der Kurs nicht oder weniger
als eine volle Einheit (Boxgröße), bleibt der Chart unverändert;
- ein Wechsel vom Zeichnen steigender (X)
zu fallenden (0) Kursen und umgekehrt findet nur statt, wenn die Kurse
sich mindestens um die, in der Punktumkehr definierten Größenordnung
in die entgegengesetzte Richtung bewegt haben;
Positive Abandoned Baby
Dreitagesformation aus der Candlestick - Theorie. Recht stabiles Kaufsignal.
Positive Doji Engulfing Pattern
Zweitagesformation aus der Candlestick
- Theorie. Leichtes Kaufsignal.
Positive Engulfing Pattern
Zweitagesformation aus der Candlestick - Theorie. Leichtes Kaufsignal.
Positive Hamari
Zweitagesformation aus der Candlestick - Theorie. Leichtes Kaufsignal.
Positive Hamari Cross
Zweitagesformation aus der Candlestick - Theorie. Leichtes Kaufsignal.
Positive In Neck Pattern
Zweitagesformation aus der Candlestick - Theorie. Leichtes Kaufsignal,
Eröffnungskurs des nächsten Tages abwarten.
Positive Thrusting Pattern
Zweitagesformation aus der Candlestick - Theorie. Leichtes Kaufsignal,
Eröffnungskurs des nächsten Tages abwarten.
Positive Tri Star
Dreitagesformation aus der Candlestick - Theorie. Zuverlässiges Kaufsignal.
Positionsführungssystem
Als Positionsführungssystem werden alle in den Business Units des
GB T/E der Zentrale oder den entsprechenden Abteilungen der in- und ausländischen
Niederlassungen einer Bank eingesetzten DV-Systeme bezeichnet, die zur
Positionsführung von Beständen in Handelsgeschäften
dienen.
Power Warrant
Power Warrants sind Optionsscheine
mit einmaliger Ausübung bei Endfälligkeit (europäische
Option), bei denen sich der auszuzahlende Bertag aus der quadrierten
Differenz zwischen dem Berechnungskurs und dem Strikepreis
errechnet. Die Höhe der Auszahlung ist i. d. R. begrenzt auf einen
bestimmten Höchstbetrag. Die Hebelwirkung bei Power Warrants ist
wesentlich stärker als bei traditionellen Optionsscheinen, allerdings
erst ab Auszahlungsbeträgen von mehr als DM 1,- pro Warrant.
POZ
Point of Sale (POS) ohne Zahlungsgarantie. Offizielles,
gemeinsames POS-Verfahren des deutschen Kreditgewerbes neben Electronic
Cash. Beim POZ-Verfahren wird ab einem bestimmten Betrag beim Zahlungsvorgang
elektronisch eine eventuelle Kartensperre geprüft. Im Falle einer
Lastschriftrückgabe mangels Deckung oder bei Kundenwiderspruch erhält
der Zahlungsempfänger die Anschrift des Karteninhabers.
Prämie
Kauf- oder Verkaufpreis einer Option / eines
Warrant
Präsenzbörse
Klassischer Börsenhandel, der nach wie vor bei physischer Anwesenheit
der Marktteilnehmer auf dem Börsenparkett stattfindet. In Deutschland
und den USA ist der Börsenhandel überwiegend nach dem Prinzip
der Präsenzbörse organisiert. Dabei treffen die Marktteilnehmer
täglich zu den festgesetzten Börsenhandelszeiten an der Börse
aufeinander und führen Kundenorders bzw. Eigengeschäfte in Form
von persönlich ausgehandelten Kontrakten mit abschlußbereiten
Kontrahenten bzw. deren Vertretern aus. Zur Rechtswirksamkeit eines Geschäftes
zwischen den Marktteilnehmern genügt regelmäßig nach den
Börsenusancen das "gesprochene Wort".
Pricing Parameter
Pricing Parameter sind Parameter (Kurse, Preise, Zinssätze, Griechen),
die vom Händler als Grundlage für das Pricing genommen wurden.
Die Entscheidung, ob es sich um Pricing Parameter oder Marktparameter
zum Vertragsabschluß handelt, ist davon abhängig, wer dieses
Datenelement kontrolliert.
Primärbestand
Unter einem Primärbestand wird die Abbildung eines aus einem internen
oder externen Geschäft einer Bank resultierenden Bestandes in einem
Frontofficesystem verstanden, wenn
das Geschäft von einer für die jeweilige Geschäftsart zugelassenen
Primärstelle getätigt
wurde.
Primärliefersystem
Das Primärliefersystem eines Dealtypes ist das Positionsführungssystem,
in dem der Primärbestand des Dealtypes geführt wird.
Primärmarkt
Auch: Emissionsmarkt. Markt für die Emission
von Wertpapieren. Gegensatz: Sekundärmarkt.
Primärstelle
Als Primärstelle für den Handel in einem bestimmten Produkt
bezeichnet man eine organisatorische Einheit (Unit,
Abteilung), wenn sie grundsätzlich als einzige organisatorische Einheit
oder als Teil der einzigen organisatorischen Einheit zum externen Handel
in diesem Produkt berechtigt ist.
Prime Rate
Die Prime Rate ist jener Zinssatz, den die großen
amerikanischen Banken für kurzfristige Kredite an allererste Industriekunden
berechnen. Sie stellt eine Art Leitzins dar, auf dem das gesamte Gefüge
der Sollzinsen aufgebaut ist. Als Zinssatz für Kredite an beste Kunden
ist der Ausdruck Prime Rate inzwischen auch in Deutschland gebräuchlich.
Privatplazierung
Gehört eigentlich nicht zum Emissionsgeschäft, da die Wertpapiere
nicht öffentlich angeboten werden. Bei der Privatplazierung hat die
Emissionsbank die Aufgabe, Großinvestoren, wie institutionelle Anleger
oder Kapitalanlagegesellschaften anzusprechen und bei diesen große
Teile (Tranchen) der Emission
zu plazieren. Der Vorteil der Privatplazierung liegt in der Vermeidung
von Kosten für die Prospekterstellung und Börseneinführung
und ermöglicht eine schnelle Mittelaufnahme, da bei der Privatplazierung
kein Börsenvorprüfungsverfahren und Börsenzulassungsverfahren
und keine gesetzlichen Fristen eingehalten werden müssen.
Private Equity
Wachstumskapital für die späteren Unternehmensphasen (Expansion, MBO/LBO,
Bridge, IPO).
Produktenbörse
s. Börsenarten
Profit Factor
Der Profit Factor ist der Gewinn Faktor. Der Gewinn Faktor ist der Wert
der Gesamtgewinne geteilt durch die Gesamtverluste. Wichtig ist ein Gewinn
Faktor über eins, da er aussagt, daß die Gesamtgewinne die Gesamtverluste
der Testperiode überwiegen.
Projektfinanzierung
Die Projektfinanzierung ("Project finance") ist eine Form der Kreditgewährung,
bei der die Verzinsung und Rückzahlung der Mittel weitgehend oder
auch ausschließlich aus den Erträgen des betreffenden Investitionsprojekts
erfolgen.
Prospekt
s. Börsenprospekt
Prospekthaftung
Sind in einem Prospekt, aufgrund dessen Wertpapiere
zum Börsenhandel zugelassen sind, Angaben, welche für die Beurteilung
des Wertes erheblich sind, unrichtig, so haften diejenigen, welche den
Prospekt erlassen haben, wenn sie die Unrichtigkeit gekannt haben oder
ohne grobes Verschulden hätten kennen müssen. Das gleiche gilt,
wenn der Prospekt infolge der Fortlassung wesentlicher Tatsachen unvollständig
ist. Die Ersatzpflicht erstreckt sich nur auf diejenigen Stücke,
welche aufgrund des Prospekts zugelassen sind. Die Ersatzpflicht ist ausgeschlossen,
wenn der Besitzer des Papiers die Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit
der Angaben des Prospekts bei dem Erwerb kannte. Der Ersatzanspruch verjährt
in fünf Jahren seit der Zulassung der Wertpapiere (§§ 45
- 49 BörsG).
Psychologische Kennzahlen
Psychologische Kennzahlen sind ein Bestandteil der Performance Reports
der TradeStation von Omega Research. Diese Zahlen nehmen einen besonderen
Stellenwert ein, da sie Aussagen zur psychologischen Handelbarkeit treffen.
Hierzu zählen die Anzahl aufeinanderfolgender Verlust-Trades, eine Komponente
die nach Möglichkeit recht klein sein sollte, um das Vertrauen des Anwenders
nicht zu erschüttern, ebenso wie die durchschnittliche Anzahl der Zeiteinheiten
(Tage / Wochen), die eine Handelssystematik an einem Gewinn- bzw. Verlust-Trade
festhält. Ebenfalls von Interesse sind Informationen zu der Frage des
maximalen Drawdowns (Kennzahl über die Summe der maximal angelaufenen
Verluste bis ein neues Gewinnhoch realisiert wird). Weitere Bestandteile
der Performance Reports sind Ertragskennzahlen und statistische Kennzahlen.
Publizität
Aktiengesellschaften sind gesetzlich verpflichtet,
vorgeschriebene Informationen über das Unternehmen zu veröffentlichen.
In der Regel geben Aktiengesellschaften zusätzlich und freiwillig
Informationen an die Öffentlichkeit (Forschung, Entwicklung, Abschlüsse,
Erträge, Vermögensbildung, Käufe und Verkäufe, Investitionen
usw.), um eine breite Vertrauensbasis vor allem gegenüber den Aktionären
zu schaffen.
Put
option (Verkaufsoption)
Begriff aus dem Optionsgeschäft. Ein Optionskontrakt, der den Käufer
berechtigt, eine bestimmte Anzahl zugrundeliegender Basiswerte
zu einem festgelegten Kurs bis zu einem bestimmten oder an
einem bestimmten Zeitpunkt zu verkaufen (physische
Lieferung) oder die Differenz zwischen dem Ausübungspreis der
Option und dem Tagesendbewertungskurs (Settlementpreis)
des Basiswertes bis zu einem festgesetzten Datum
zu erhalten (Barausgleich). Gegensatz: Call
Option.
Put
|