Finanzglossar G
GAA/GA
Abkürzung für die Geldautomaten, an denen Inhaber einer ec-Karte,
Bankkundenkarte oder EUROCARD
bzw. anderer Kreditkarten in Verbindung mit ihrer jeweils dazugehörigen
persönlichen Geheimzahl (PIN)
Bargeld in Form von Banknoten
abheben können.
Gamma
Kennzahl, die die Abhängigkeit des Delta
von der Veränderung des Kassakurses
des Bezugswertes
anzeigt. Zeigt die Höhe der Veränderung des Delta
pro Preiseinheit des Bezugswertes
an.
Im Beispiel gibt Gamma an, um wieviel sich der Betrag des Deltas
aufgrund einer Veränderung des Basiswertes um 1 Einheit (z.B. DM 1)
etc. ändert (ceteris paribus). Gamma macht also eine Aussage über
die Veränderung des Optionspreisrisikos (Delta) bei Änderungen
des Kurses des Underlying.
Gann
Die Gann Theorie ist ein komplexes Regelwerk, in dessen Mittelpunkt die
Beziehung zwischen Kursformationen, dem Preis als solchem, der Zeit und
den Auswirkungen dieser Beziehungen auf den Markt stehen. Die wichtigsten
Beobachtungsfaktoren sind demnach: Preis, Kursformation und Zeit.
Kern dieser Theorie ist die Suche nach Wechselbeziehungen zwischen den
Komponenten und deren Auswirkungen auf die Trendentwicklung. Hierbei entdeckte
Gann, daß sich die Gewichtungen einzelnen Komponenten mitunter deutlich
verschieben. Als Erkenntnis leitete er ab, daß es die Balance zwischen
diesen Elementen ist, welche die erfolgreichsten Handelsgelegenheiten
zuläßt.
Gap
Ein Gap (auch Kurslücke genannt) ist ein Bereich innerhalb eines Kursverlaufes,
der ohne Handelsumsatz überwunden wird. Man unterscheidet vier Arten von
Gaps: das allgemeine Gap, das Ausbruch-Gap, das Bestätigungs-Gap und das
Erschöpfungs-Gap. Allgemeine Gaps treten innerhalb von Konsolidierungszonen
bzw. Formationen auf und haben in der Regel keine analytische Bedeutung.
Ausbruch-Gaps treten in der Regel bei Überwindung von Kursformationen
auf und signalisieren eine gesteigerte Wahrscheinlichkeit für den Beginn
einer neuen Trendbewegung. Ausbruch-Gaps werden im Zuge der Trendbewegung
nicht geschlossen. Bestätigungs-Gaps treten innerhalb intakter Trendverläufe
auf und signalisieren eine deutliche Trendbeschleunigung. Auch diese Art
von Gaps wird im laufenden Trend nicht geschlossen. Sollte es im Zuge
der Entwicklung kurz nach dem Auftreten eines Gaps zu einem Schließen
der Lücke kommen, liegt ein Erschöpfungs-Gap vor. In diesem Fall handelt
es sich um einem deutlichen Rückgang der Bewegungsdynamik, somit ist ein
Trendende recht wahrscheinlich.
Garantie
Vertrag, durch den sich ein Dritter (Garant) verpflichtet, für einen
bestimmten Erfolg einzustehen und insbesondere den Schaden zu übernehmen,
der sich aus einem bestimmten unternehmerischen Handeln ergeben kann.
Die Garantie gehört zu den bürgschaftsähnlichen Kreditsicherheiten.
Da die Garantie im Gegensatz zur Bürgschaft
abstrakt, das heißt nicht an eine Hauptschuld gebunden ist, bietet
sie dem Kreditgeber einen weitergehenden Sicherheitswert als die Bürgschaft.
Gearing
Maß für die prozentuale Veränderung des Optionsscheinkurses
bei einer prozentualen Veränderung des zugrundeliegenden Bezugswerts;
Produkt aus Hebel und Delta
des Optionsscheins
Gehaltskonto
Kontokorrentkonto bei einem Kreditinstitut,
auf das vom Arbeitgeber regelmäßig das Gehalt oder der Lohn
überwiesen wird; auch Girokonto, laufendes
oder persönliches Konto genannt.
Geheimzahl
Die Persönliche Geheimzahl, auch PIN (Personal
Identification Number), wird Inhabern einer ec-Karte,
Bankkundenkarte oder Kreditkarte
angeboten, um im In- und Ausland den jeweiligen Geldautomaten-Service
nutzen zu können. Mit der ec-Karte oder Bankkundenkarte sowie der
Persönlichen Geheimzahl kann auch im Handel an Electronic
Cash bzw. außerhalb Deutschlands an edc-Kassen
bargeldlos bezahlt werden. Für jede Karte gibt es eine eigene Geheimzahl,
die nur der Karteninhaber erhält und die er zur Vermeidung von Mißbrauch
niemand anderem zugänglich machen darf (z.B. nicht mit der Karte
aufbewahren, nicht als solche notieren, niemandem nennen, bei Eingabe
nicht beobachten lassen).
Geld
Geld ist das allgemein anerkannte Zahlungsmittel, mit dem man alle auf
dem Markt angebotenen Güter und Dienstleistungen erwerben kann. Der
Staat erklärt das nationale Geld zum gesetzlichen Zahlungsmittel
(Währung): Jedermann ist verpflichtet, es
zur Bezahlung von Leistungen anzunehmen. Als Recheneinheit oder Wertmaßstab
ermöglicht Geld den Vergleich von Gütern über den Preis,
der in Geldeinheiten ausgedrückt wird. Von Geld kann man also nur
dann sprechen, wenn es folgende Funktionen erfüllt:
- Recheneinheit, Wertmaßstab und
Wertaufbewahrungsmittel;
- Tauschmittel und gesetzliches Zahlungsmittel.
(Bargeld; Buchgeld).
Geldautomat
s. GAA/GA, ec-Geldautomat
Geld-Brief-Spanne
s. Bid / Ask
Geldhandel
Gegenseitige Einräumung kurzfristiger Buchkredite zwischen Banken
und großen Finanzinstituten, die verzinst werden. Der Geldhandel
dient dem Liquiditätsausgleich, dem Erzielen von Zinseinkünften
und findet auf dem sogenannten Geldmarkt statt,
der jedoch nicht institutionalisiert ist.
Geldkurs
Darunter versteht man im Wertpapierhandel allgemein den Börsenkurs,
zu dem Nachfrage nach einem Wertpapier besteht;
Gegensatz Briefkurs. Der Kurszusatz G = Geld
(Nachfrage) wird verwendet, wenn kein Umsatz zustande gekommen ist. Dieses
Papier wurde nachgefragt, aber es fand sich zum genannten Kurs
kein Verkäufer.
Geldmarkt
Markt für kurzfristige Geldgeschäfte der Kreditinstitute unter
sich und der Kreditinstitute mit der Bundesbank. Letztere emittiert für
Geschäfte dieser Art Geldmarktpapiere. Außerdem zählen im
weiteren Sinne der Rediskont
von Wechseln und alle Lombardabschlüsse zu den Geldmarktgeschäften.
Die Umsätze zwischen Banken beinhalten regelmäßig Tages-,
Monats-, Dreimonats- oder Jahresgeschäfte. Wichtige Orientierungspunkte
für die Zinssätze am Geldmarkt sind der Diskontsatz
und der Lombardsatz.
Geldmarktfonds
Investmentfonds, die sich auf Geldmarktinstrumente konzentrieren.
Geldmenge, Geldvolumen
Gesamtheit der Zahlungsmittel in den Händen inländischer Nichtbanken.
Die Bundesbank unterscheidet:
- M1 = Bargeldumlauf + Sichteinlagen inländischer
Nichtbanken
- M2 = M1 + Termingelder inländischer
Nichtbanken
- M3 = M1 + M2 + Spareinlagen inländischer
Nichtbanken mit gesetzlicher Kündigungsfrist.
Die Zentralbankgeldmenge
besteht aus Bargeldumlauf und Mindestreservesoll für Inlandsverbindlichkeiten
der Banken. Diese Geldmenge ist direkt von der Bundesbank beeinflußbar.
Sie war die zentrale Steuerungsgröße der Geldpolitik und bis
1987 Gegenstand der Geldmengenziele. Seit 1988 wird der Zielkorridor der
Geldmengenentwicklung an M3 gemessen.
"Geldwäsche"
"Geldwäsche" ist im allgemeinen die Einführung von illegal erlangten
Vermögenswerten in das legale Finanzsystem mit dem Ziel, ihre wahre
Herkunft zu verschleiern. Nach dem Gesetz über das Aufspüren
von Gewinnen aus schweren Straftaten (kurz: "Geldwäschegesetz") vom
25. Okt.1993 sind die Banken und ihre Mitarbeiter verpflichtet, bei verdächtigen
Geschäftsvorfällen Kunden zu identifizieren, bei Verdacht auf
Geldwäsche die Strafverfolgungsbehörden zu informieren und innerbetrieblich
Maßnahmen zu treffen, um Geldwäsche zu verhindern. Die ermittelten
Angaben sind aufzuzeichnen und aufzubewahren. Die so erhobenen Daten dürfen
grundsätzlich nur zur Verfolgung von Geldwäsche verwertet werden,
nicht dagegen zur Ahndung von Steuerdelikten.
Geldwertstabilität
Unter Geldwert versteht man die Kaufkraft (wieviel Güter/ Dienstleistungen
bekommt man für eine bestimmte Menge Geld). Steigen die Preise, sinkt
der Geldwert. Bleiben die Preise stabil, so bleibt auch der Geldwert stabil.
Geldwertstabilität bedeutet nicht, daß steigende Preise und
steigendes Einkommen im Gleichgewicht sind (das ist die Stabilität
des Realeinkommens). Geldwertstabilität ist ein wichtiger Faktor
für langfristige Geldanlagen.
Gemeinschaftskonto
Konto, das auf mehrere Personen oder auf Personenvereinigungen lautet.
Man unterscheidet zwischen dem Gemeinschaftskonto mit Einzelverfügungsberechtigung
(Oder-Konto), bei dem jeder Kontoinhaber allein verfügungsberechtigt
ist, und dem Gemeinschaftskonto mit gemeinsamer Verfügungsberechtigung
(Und-Konto), über das die Kontoinhaber nur gemeinsam verfügen
können.
General-Clearing-Mitglied
Börsenmitglied, welches zum Clearing der
eigenen Geschäfte sowie der Geschäfte von Börsenteilnehmern
ohne Clearing-Lizenz berechtigt ist.
Genossenschaftsbanken
Kreditinstitute nach § 1 KWG. Genossenschaften
sind Gesellschaften von nicht geschlossener Mitgliederanzahl, die den
Erwerb und die Wirtschaft ihrer Mitglieder durch den gemeinschaftlichen
Geschäftsbetrieb fördern wollen. Neben den Genossenschaftsbanken
gehören noch die Sparkassen und die Kreditbanken
zu den sogenannten Universalbanken im deutschen
Bankensektor.
Genußschein
Schuldverschreibung, die einen Anspruch auf Beteiligung
am Reingewinn und/oder Liquidationserlös, insbesondere bei Aktiengesellschaften
und Gesellschaften m.b.H. gewährt. Das Recht wird mit einer Urkunde,
dem Genußschein, verbrieft. Genußscheine sind auch verkäuflich,
gelten aber nicht als Aktien (kein Stimmrecht
auf der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft).
In der Börsensprache heißen die Genußscheine auch "Genüsse".
Geregelter Markt
1987 durch das Börsenzulassungsgesetz geschaffenes neues Marktsegment
an der Börse zum Handel von Aktien
und Renten. Geregelter Markt und Amtlicher
Handel bilden zusammen den gesetzlich geregelten Teil des Börsengeschehens.
Die Zulassungsbestimmungen sind im Vergleich zur Amtlichen Notierung
erleichtert. Die Preisfeststellung erfolgt durch freie Makler.
Gegenüber der Amtlichen Kursnotierung ergeben sich für den Anleger
keine weiteren wesentlichen Unterschiede.
Geschäftsfähigkeit
Fähigkeit, durch wirksame Willenserklärungen Rechtsgeschäfte
ausüben zu können. Man unterscheidet zwischen der vollen Geschäftsfähigkeit,
der beschränkten Geschäftsfähigkeit, bei der Willenserklärungen
schwebend unwirksam sind, und der Geschäftsunfähigkeit, bei
der Willenserklärungen nichtig sind. Natürliche Personen sind
mit Vollendung des 18. Lebensjahres voll geschäftsfähig.
Gesellschaft für
Zahlungssysteme mbH (GZS)
Die GZS ist ein Gemeinschaftsunternehmen des deutschen Kreditgewerbes
zur Pflege und Entwicklung insbesondere von kartengestützten Zahlungssystemen
mit Sitz in Frankfurt am Main. Wesentliche Aufgabe der GZS ist der Anschluß
sowie die laufende Betreuung und Abrechnung von EUROCARD-Vertragsunternehmen
in Deutschland sowie die Bereitstellung eines kompletten Services für
die Kreditinstitute zur Ausgabe von EUROCARD
und zur Abwicklung von EUROCARD-Umsätzen. Hierfür bedient sich
die GZS ihrer Tochtergesellschaft, der EUROCARD Service GmbH.
Gewährträgerhaftung
Unbeschränkte Haftung von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden
für alle gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten
von ihnen getragener Kreditinstitute, wie insbesondere der Sparkassen.
Gewinn / Aktie
Der Gewinn je Aktie ist eine für die Beurteilung
der Ertragskraft einer Unternehmung wichtige Kennzahl, die angibt, welcher
Teil des gesamten Unternehmensgewinns auf eine Aktie entfällt.
Gewinn- und Verlustrechnung
(GuV)
s. Jahresabschluß
Gewinnmitnahmen
Börsentechnischer Begriff, wenn bei steigendem Kurs
Wertpapiere verkauft werden, die zu niedrigeren
Kursen eingekauft wurden. Marktteilnehmer nehmen (dadurch) Gewinne mit,
ehe die Kurse möglicherweise fallen.
Girokonto
Kontokorrentkonto, auch laufendes beziehungweise
persönliches Konto genannt.
Girosammelverwahrung
Gemeinsame Verwahrung von Wertpapieren verschiedener Kunden bei einer
Wertpapiersammelbank. Die Verwahrung erfolgt
für jede Wertpapierart getrennt. Jeder Depotkunde erwirbt einen seinem
Eigentum entsprechenden Miteigentumsanteil am Wertpapiersammelbestand.
Eine gesonderte Aufbewahrung der Wertpapiere kann vom Hinterleger gemäß
§ 2 Satz 1 Depotgesetz (DepotG) verlangt
werden.
Girosammelverwahrfähig sind grundsätzlich alle Wertpapiere,
bei der der Käufer kein Eigentum an nummernmäßig bezeichneten
einzelnen Stücken, sondern Bruchteilseigentum am Gesamtbestand der
Wertpapiere derselben Gattung erwirbt. Er hat deshalb keinen Anspruch
auf Herausgabe einzelner Stücke, sondern nur von unbestimmten Stücken
in Höhe des ihm zustehenden Nennbetrages.
Das Gegenteil der Girosammenlverwahrung ist die Streifbandverwahrung.
Glattstellung
Durchführung einer entgegengesetzten Transaktion zu der, die man
besitzt (auch Closing-Transaktion): Verkaufs-Positionen werden durch Kauf
und Kauf-Positionen durch Verkauf eines entsprechenden Kontrakts glattgestellt.
An der Eurex z.B. werden über 95% aller Bund-Future-Kontrakte vor
Fälligkeit wieder glattgestellt.
Gleitender Durchschnitt
Der gleitende Durchschnitt (GD) (auch Moving Average) besticht durch seine
Einfachheit und seine Objektivität. Er ist einer der am häufigsten verwendeten
Indikatoren. Der GD stellt den Durchschnittskurs des Betrachtungszeitraums
dar, wobei "gleitend" (moving) bedeutet, daß mit jedem neuen
Kurs, der älteste aus dem Betrachtungszeitrau fällt. Als Betrachtungszeitraum
werden entweder Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate oder Jahre zu Grunde
gelegt. Der GD dient der Glättung des Kursverlaufes im Betrachtungszeitraum.
Somit ist der GD im engsten Sinne trendfolgend. Nach außergewöhnlich guten
Ergebnisse in den siebziger Jahren mit weltweit stark ausgeprägten Markttrends
entwickelte sich eine Vielzahl von computergestützten Handelssystemen
auf Basis von GD. Somit repräsentieren GD eine Glättungslinie, die (in
Abhängigkeit ihres Berechnungszeitraums) den vorherrschenden Trend definiert.
Handelssignale werden generiert, wenn entweder der Kursverlauf des Basistitels
den GD kreuzt, bzw. verschiedene GD´s mit unterschiedlichen Berechnungszeiträumen
sich überkreuzen. Der Begriff "Gleitender Durchschnitt" drückt die beiden
wichtigsten Eigenschaften des Indikators aus. Durchschnitt heißt, dass
über eine bestimmte Anzahl von Tagen ein Mittelwert der Kurse gebildet
wird. Gleitend drückt aus, dass die Berechnung mit jedem neuen Kurs um
einen Tag nach vorne verschoben wird, der bis dahin letzte Kurs fällt
also aus der Berechnung hinaus. Die Mittelwert ist natürlich im wahrsten
Sinne des Wortes "trendfolgend", daher ist der GD natürlich der einfachste
(und wohl auch wichtigste) aller Trendfolger. Im Laufe der Jahre wurden
immer mehr verschiedene Berechnungsarten für den GD eingeführt, unter
anderem die gewichtete, geometrische und exponentielle Berechnung. Hinzu
kamen weitere Ideen, wie etwa der horizontale oder vertikale Versatz.
Ein aufwärts gerichteter GD zeigt einen Aufwärtstrend an, ein abwärts
gerichteter einen Abwärtstrend, was sich aus der Grundidee der Glättung
ergibt. Grundlegend ist zu sagen, dass GDs mit zunehmendem Berechnungszeitraum
immer träger werden, kürzere Berechnungszeiträume liefern also schneller
ein neues Signal. In Börsenphasen mit kurzen Trends ist es daher sinnvoll,
kürzere Zeiträume zur Berechnung zu wählen. In Börsenphasen mit starken
Trends sollten dagegen längere Zeiträume benutzt werden. Nachteil an kurzen
Berechnungszeiträumen ist, dass es häufig zu Fehlsignalen kommt, während
bei einem langen Berechnungszeitraum die Signale häufig erst kommen, wenn
schon ein grosser Teil der Kursbewegung nach oben oder unten bereits gelaufen
ist. Wie die Berechnung des GDs ist auch die Interpretation sehr vielfältig.
Im Folgenden stellen wir Ihnen die geläufigste Interpretation vor. Die
Standardinterpretation ist der Schnitt des GDs mit dem zugrundeliegenden
Kursverlauf. Der Schnitt von unten nach oben liefert ein Kaufsignal, ein
Schnitt von oben nach unten ein Verkaufsignal. Da es bei dieser Vorgehensweise
oftmals zu Fehlentscheidungen kommt, setzen viele Analysten gerne auch
Filter ein. Ein typischer Filter ist etwa, dass ein Prozentsatz (etwa
2% oder 3%) definiert wird, um den der GD durchbrochen wird.
good-till-cancelled
Auftrag ( GTC )
s. Auftrag, gültig
bis auf Widerruf
good-till-date Auftrag
Auftragsart im elektronischen Handelssytem Xetra.
Auftrag, der nur bis zu einem angegebenen Datum gültig ist.
Globalization
Tiefgreifender Strukturwandel im Bankgeschäft. Sichtbarer Ausdruck
dieses Strukturwandels ist die zunehmende Verwendung vielfältiger
innovativer Finanzinstumente sowie eine fortschreitende Integration nationaler
in die internationalen Finanzmärkte. Insbesondere die letztgenannte
Entwicklung führte zu einem stark ansteigenden grenzüberschreitenden
Geld- und Kapitalverkehr, so daß von einer Internationalisierung
der Finanzmärkte oder Globalisierung des Bankgeschäfts gesprochen
wird.
Globalurkunde
Sammelurkunden für Wertpapiere, insbesondere
für Anleihen und Aktien.
Globalurkunden dienen der Vereinfachung der Verwahrung und Verwaltung
von Wertpapieren. Bei Neuemissionen werden bis zur Einlieferung der Einzelurkunden
beim Deutsche Börse Clearing oftmals Globalurkunden
eingereicht, um sofort mit dem Börsenhandel beginnen zu können.
Going Public
Umwandlung einer Personengesellschaft in eine Aktiengesellschaft
(AG) mit gleichzeitiger Einführung der Aktien
an der Börse bzw. Zulassung von Aktien einer
AG, die bisher nicht an einer Börse notiert waren. Hauptgründe
des Unternehmens für den Gang an die Börse sind neben der Erschließung
des Kapitalmarktes als Finanzierungsquelle auch Publizitäts- und
Imageeffekte sowie steuerliche Überlegungen.
Gold
Gold erfreut sich seit der Antike als Schmuck großer Beliebtheit;
aber auch als Kapitalanlage ist es - obwohl unverzinslich - insbesondere
in "unsicheren" Zeiten geschätzt. Meist steht weniger die ein kurzfristiger
Preisanstiegs als vielmehr die längerfristige Werterhaltung als Motiv
im Hintergrund. In den letzten Jahrzehnten hat der Goldpreis stark geschwankt.
Seinen bisherigen Höchststand erreichte er am 21.1.1980 vor dem Hintergrund
weltpolitischer Krisenstimmung mit 850 Dollar je Feinunze; 1996 pendelte
er zwischen rund 367 und 416 Dollar; 2001 bewegt er sich bei etwa 270
Dollar. Als Goldanlage kommen Barren, Münzen, Goldkonten und -depots
in Frage; letztere insbesondere in der Schweiz und in Luxemburg. Der Wert
des Goldes beruht vor allem auf seiner Verwendung als Währungsmetall
oder besser als Währungsreserve. Im internationalen Zahlungsverkehr
spielte Gold zum Ausgleich von Zahlungssalden zwischen den Staaten eine
wichtige Rolle, hat aber seit 1976 diese währungspolitische Bedeutung
weitgehend verloren.
Golddeckung
Frühere Auffassung, die Menge des umlaufenden Geldes müsse durch
die entsprechende Menge Goldes im Besitz des
Staates oder der Banken abgesichert sein, beziehungsweise die Münzen
müßten aus Gold (Golddollar, Goldmark) bestehen.
Goldparität
Der durch den Staat festgelegte Wert einer Währungseinheit in Gramm
Feingold. Da keine Goldwährung mehr existiert, wurden Goldparitäten
fiktiv im internationalen Währungsfonds fixiert. Diese wurden 1971
durch Sonderzeichnungsrechte = Paritäten
ersetzt.
Gratisaktien
s. Berichtigungsaktien
Gross Profit
Gross Profit weist den Bruttogewinn einer Handelssystematik ohne Verluste
aus.
Gross Loss
Gross Loss weist den Bruttoverlust einer Handelssystematik ohne Gewinne
aus.
Grundbuch
Öffentliches Register, welches bei dem Grundbuchamt des zuständigen
Amtsgerichtes geführt wird und alle Grundstücke des jeweiligen
Bezirks enthält. Es genießt öffentlichen Glauben. Jedem,
der ein berechtigtes Interesse nachweisen kann, ist Einsicht zu gewähren.
Das Grundbuch ist in drei Abteilungen aufgeteilt: in der ersten Abteilung
werden die Eigentumsverhältnisse, in der zweiten die Lasten und Beschränkungen,
und in der dritten die Grundpfandrechte wie Hypotheken,
Grundschulden und Rentenschulden
vermerkt.
Grundkapital
s. Aktiengesellschaft
Grundpfandrechte
Belastung von Grundstücken. Sie werden in Abteilung III des Grundbuches
eingetragen. Der Gläubiger hat das Recht, aus dem Grundstück
die Erfüllung seiner Ansprüche zu verlangen. Der Eigentümer
muß daher gegebenenfalls auch die Zwangsvollstreckung in sein Grundstück
dulden. Zu den Grundpfandrechten zählt man insbesondere die Hypotheken
und Grundschulden.
Grundschuld
Dingliche Belastung eines Grundstücks, aus der eine bestimmte Geldsumme
an den Grundschuldgläubiger zu zahlen ist (vgl. auch § 1191
BGB). Da die Grundschuld abstrakt ist, ist sie nicht wie die Hypothek
vom Bestand einer Forderung abhängig. Eine Unterart der Grundschuld
ist die Rentenschuld.
GZS
Abk. für Gesellschaft für Zahlungssysteme
mbH
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