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Finanzglossar F

Factoring
Laufender Ankauf kurzfristiger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine sogenannte Factoring-Gesellschaft. Factoring dient dabei als eine Finanzierungsform, mit der sich Unternehmen Liquidität beschaffen können. Dafür tritt ein Unternehmen oder ein Kunde Forderungen aus Warenlieferungen an die Factoring-Gesellschaft ab, und erhält daraufhin eine Bevorschussung des Forderungsbetrages.

Fair Value
Bei einem Optionsschein stellt der Fair Value den auf effizienten Märkten unter Einbeziehung aller preisbeein-flussenden Faktoren ermittelten Preis dar, der keine Differenzgewinne durch Arbitrage zuläßt. Man kann dementsprechend eine Klassifizierung in fair bewertete, unter- und überbewertete Optionsscheine vornehmen. Es gibt verschiedene Modelle zur Errechnung des Fair Value.

Fallendes Dreieck
ein fallendes Dreieck ist für die Technische Analyse von größerer Bedeutung als ein symmetrisches Dreieck. Mit dem fallenden Dreieck ist die mögliche Kursentwicklung wesentlich zuverlässiger zu prognostizieren. Ein fallendes Dreieck, auch Baisse-Dreieck genannt, tritt häufig am Ende von aufwärtsgerichteten Trends auf. Grundsätzlich kann es auch als Konsolidierungsformation im bestehenden Trend auftreten und somit den Trend bestätigen. Ein fallendes Dreieck läßt in der Regel fallende Kurse erwarten. Dies verdeutlicht seine Konstruktion, die die Marktlage widerspiegelt. Während sich die Käufer auf ein einheitliches Kaufniveau eingestellt haben, woraus die waagerechte Unterstützungslinie resultiert, verhalten sich die Verkäufer wesentlich aggressiver. Sie sind nach jeder Kursreaktion eher bereit, auf niedrigerem Niveau zu verkaufen, so daß die obere Widerstandslinie fallend verläuft. Während die Nachfrage auf dem Unterstützungsniveau allmählich austrocknet, drückt das Angebot die fallende Widerstandslinie immer weiter nach unten, bis der Durchbruch erfolgt.

Falling Three Methods
Trendbestätigungsformation aus der Candlestick - Theorie. Dieses Kursmuster bestätigt einen intakten Abwärtstrend.

False break
nennt man einen mißlungenen Ausbruch. (Siehe dazu: Ausbrüche).

Falsifikate
Fälschung. Speziell gefälschte Banknoten und Wertpapiere.

FBF
Abk. für Fördergesellschaft für Börsen und Finanzmärkte in Mittel- und Osteuropa mbH (FBF)

Feinsteuerungsoperation
Unregelmäßige, von der Europäischen Zentralbank durchgeführte Offenmarktoperation, die hauptsächlich darauf abzielt, unerwartete Liquiditätsschwankungen am Markt auszugleichen.

Festgeld
Vorübergehend freie Geldbeträge, die für mindestens 30 Tage auf einem sogenannten Termingeldkonto bei einer Bank angelegt werden, um einen höheren Zinsertrag zu erzielen. Die Fälligkeit des Festgeldes wird bei Abschluß festgelegt. Der Zinssatz hängt von der Höhe der Einlage, von der vereinbarten Laufzeit des Festgeldes sowie vom allgemeinen Marktzinsniveau ab. Neben dem Festgeld gehört auch das Kündigungsgeld zu den Termineinlagen.

Festpreisverfahren
Plazierungsverfahren (Plazierung), bei dem der Verkaufspreis der Aktien zu Beginn der Verkaufsfrist festgelegt wird. Die Preisfestlegung basiert auf einer fundamentalen Unternehmensanalyse und -bewertung unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Börsenbewertung vergleichbarer Unternehmen sowie der allgemeinen Marktverfassung.

Festverzinsliche Wertpapiere
Begriff für alle Wertpapiere, die während ihrer gesamten Laufzeit einen unveränderlichen Zinssatz haben. Dazu zählen z. B.: Anleihen, Kommunalobligationen und Pfandbriefe. Im Gegensatz dazu stehen Dividendenwerte (Aktien), bei denen Erträge von Jahr zu Jahr unterschiedlich ausfallen (können) oder Investmentzertifikate, deren Erträge ebenfalls schwanken. Festverzinsliche Wertpapiere werden auch als Rentenwerte bezeichnet.

Fibonacci
Fibonacci war ein italienischer Mathematiker aus dem 12. Jahrhundert, dem wir die Einführung des arabischen Zahlensystems in Mitteleuropa verdanken. Im Zusammenhang mit der Lösung diverser mathematischer Aufgaben definierte Fibonacci eine unendliche Zahlenfolge, in der sich jede Zahl aus den beiden vorhergehenden Zahlen errechnet: Formel: Zn = Zn-1 + Zn-2
Der Bezug dieser theoretischen Berechnung zur wirklichen Natur ist verblüffend. So hat eine eine Sonnenblume 89 Blätter, 55 drehen sich in die eine Richtung, 34 in die andere Richtung, eine Musikoktave besteht aus 13 Tasten auf dem Flügel: 5 schwarzen und 8 weißen. In den 20er Jahren wurden die Fibonacci-Zahlen von Ralph Nelson Elliott zu dem Grundordnungsprinzip überhaupt erklärt, (siehe dazu Nature´s Law von R.N. Elliott). Elliott nahm die Fibonacci-Zahlen als Grundlage für die von ihm begründete Elliott-Wave-Theorie. Viele Kursanalysten nahmen diese Idee auf und begannen mit der Zahlenreihe zu experimentieren. Im Ergebnis wurde deutlich, daß die Zahlenreihe an sich kaum von Nutzen war, viel interessanter aber war das Verhältnis der Fibonacci-Zahlen untereinander.

FIBOR
Abk. für Frankfurt Interbank Offered Rate Zinssatz auf dem Geldmarkt, zu dem Banken in Frankfurt bereit sind, Gelder bei anderen Banken kurzfristig anzulegen.

Financial Future
ist eine börsengehandelte, standardisierte vertragliche Vereinbarung, ein bestimmtes Finanzinstrument zu einem festgelegten Termin in der Zukunft zu einem im Vertrag fixierten Preis zu kaufen bzw. zu verkaufen.
Financial Futures werden i.d.R. nicht physisch, sondern im Rahmen eines Cash Settlements erfüllt. Sie können auf Devisen, Edelmetalle, Aktien und Zinsen (Bundesanleihen oder Geldanlagen, wie z.B. das 90-Tage-Euro-$-Deposit) sowie auf einen Index abgeschlossen werden.
Börsengehandelte Terminkontrakte beziehen sich generell auf standardisierte Kontraktwerte, Laufzeiten, Liefermonate, Sicherheiten und Basiswerte (underlyings), die zu dem bei Abschluß des Vertrages vereinbarten Preis am Settlement-Tag entweder gekauft oder verkauft werden. Liefermonate sind März, Juni, September und Dezember eines jeden Jahres.

Futures Kontrakte:
a) Zins-Futures
Standardisierte Terminkontrakte, die sich auf zinstragende Wertpapiere (z.B. Bundesanleihen) oder Geldanlagen (z.B. 90 Tage Euro-$-Deposit) beziehen.
b) Currency-Futures/Edelmetall-Futures
Vertragliche Vereinbarung, einen standardisierten Betrag einer Währung oder eines Edelmetalls an einem in der Zukunft liegenden Termin zu dem bei Abschluß des Vertrages vereinbarten Preis gegen Landeswährung der Börsensitze zu kaufen oder zu verkaufen.
c) Aktien- und Index-Futures
Standardisierte Terminkontrakte, die sich auf Aktien/Anteilscheine oder Indizes beziehen.

Finanzierungsschätze
Daueremissionen des Bundes mit Laufzeiten von ca. 12 und ca. 24 Monaten. Finanzierungsschätze werden als Diskontpapiere emittiert, d.h. bei ihrer Ausgabe wird der Nennwert mit dem jeweiligen Verkaufszinssatz abgezinst. Erwerbsberechtigt ist jedermann mit Ausnahme von Kreditinstituten. Die Anlage in diesen Papieren ist auf einen Höchstbetrag von DM 500.000,-- je Person und Geschäftstag begrenzt. Die Mindeststückelung beträgt DM 1.000. Finanzierungsschätze werden aufgrund ihrer kurzen Laufzeit nicht in den Börsenhandel eingeführt. Sie können auch nicht vorzeitig zurückgegeben werden.
Finanzierungsschätze sind vorzeitig nicht rückgebbare abgezinste Schatzanweisungen des Bundes und dienen zur Finanzierung seiner Aufgaben. Sie gehören ebenso wie die Unverzinslichen Schatzanweisungen zu den Geldmarktpapieren.

Fiona-Swap-Markt
Swap-Markt, der variable Tagesgeldzinsen gegen feste Terminsätze tauscht und auf dem Frankfurt-Interbank-Overnight Average Index, einem indikativen FIBOR-Satz für Tagesgeld, beruht. Die Laufzeit der Geschäfte liegt zwischen zwei Tagen und zwölf Monaten. Die Swaps werden zur Feinsteuerung der Zinsänderungsrisiken im Geldmarktbereich eingesetzt.

Fixing
Ermittlung und Notierung von Börsen- oder Marktpreisen; Kursfeststellung, Börsennotierung.

Fixingzyklus
der Fixingzyklus gibt an, ab wann und wie oft der variable Zinssatz gefixt wird.

Flagge
als Flagge bezeichnet man eine Konsolidierungsphase innerhalb eines intakten Trendverlaufes. In der Regel treten Flaggen in kräftig verlaufenden Trendschüben (sowohl aufwärts, als auch abwärts gerichtet) auf und sind in ihrer Grunddefinition zu den trendbestätigenden Kursformationen zu zählen. Flaggen zeichnen sich durch kurzfristige Konsolidierungsphasen aus, die sich entgegengesetzt der Trendrichtung ausbilden und deren Zonenbegrenzungen in der Regel über parallel angelegte Trendlinien abgegenzt werden können. Flaggen gelten als vollendet, wenn der Kurs wieder aus der Konsolidierungszone in Richtung der dominierenden Trendrichtung ausbricht und das aktuell gültige Bewegungshoch übersteigt / Bewegungstief unterschreitet.

Floating Rate Notes
Anleihen mit variablem Zinssatz, der in der Regel alle drei oder sechs Monate auf der Basis der kurzfristigen Euro-Marktzinsen (LIBOR oder FIBOR) neu festgesetzt wird.
Auch Floater genannt. Sie gewähren keine festen, sondern einen variablen Zinsertrag. Nach jeder Zinsperiode zahlt der Emittent der Anleihe die Zinsen - gleichzeitig gibt er den Zinssatz für die neue Periode bekannt. Dieser Zinssatz (Referenzzinssatz) orientiert sich meist an Geldmaraktsätzen wie FIBOR oder LIBOR.

Floor
Der Zinsfloor ist das Gegenstück zum Cap. Dem Floor-Käufer wird gegen Zahlung einer Prämie eine festgelegte Zinsuntergrenze (Strike) garantiert. Fällt der Marktzins an den einzelnen Zinsfestlegungszeitpunkten für die nächste Zinsperiode unter diese Grenze, so zahlt der Floor-Verkäufer automatisch den Differenzbetrag.
Vertragliche Vereinbarung, bei der der Käufer gegen Zahlung einer Prämie für eine vereinbarte Laufzeit eine garantierte Zinsuntergrenze erwirbt.

Floor-Floater
Variabel verzinsliche Anleihen mit einer Mindestmarke für die Verzinsung. Sollte der Referenzzinzsatz diese Mindestmarke unterschreiten, werden dem Anleger Zinszahlungen in Höhe des Mindestsatzes garantiert.

FOB
Abk. für Free on board (wörtlich: frei an Bord). FOB ist eine Möglichkeit, im Rahmen des internationalen Warenhandels den Kosten- und Gefahrenanteil zwischen Importeur und Exporteur im Rahmen der sogenannten Incoterms aufzuteilen. Bei FOB findet dabei der Kosten- und Gefahrenübergang zwischen Exporteur und Importeur statt, wenn die Handelsware auf Bord des Schiffes im Verschiffungshafen angekommen ist. FOB ist neben CIF die gängigste Aufteilung im Rahmen von Dokumentenakkreditiven im internationalen Handelsverkehr.

Fonds-Leasingfinanzierung
Die Fonds-Leasing-Konzeption ist die Kombination eines Leasingvertrages mit der Einbindung von privatem oder gewerblichem Anlagekapital. Aufgrund steuerlicher Aspekte ist der Anleger mit einer Verzinsung seines Kapitals einverstanden, die unter dem allgemeinen Kapitalmarktniveau liegt und eine günstige Leasingrate ermöglicht.

Fördergesellschaft für Börsen und Finanzmärkte in Mittel- und Osteuropa mbH (FBF)
Als Bestandteil der Gruppe Deutsche Börse AG beschäftigt sich die FBF schwerpunktmäßig mit der Entwicklung von Börsen- und Kapitalmarktstrukturen in den sog. Förderstaaten Mittel- und Osteuropas.

Forderungsabtretung (Zession)
Vertragliche Übertragung einer Forderung vom Gläubiger auf einen Dritten. Der neue Gläubiger (Zessionar) tritt dabei an die Stelle des alten (Zedent). Im Bankgeschäft wird die Forderungsabtretung häufig zur Sicherung von Krediten verwendet.

Formationen
Kursformationen werden in der allgemeinen Formationslehre zusammen gefaßt. Mit Kursformation bezeichnet man ein historisches Bewegungsmuster eines Kursverlaufes, das klassifiziert werden kann, in der Vergangenheit häufiger aufgetreten ist und aus dem sich mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit eine prognostizierbare Kursentwicklung ableiten läßt. Eine statistisch genaue Aussage über die Zuverlässigkeit einer Kursformation läßt sich jedoch nur bei mathematisch exakt definierbaren Kursmustern treffen, so z.B. bei Candlestick - Formationen und Formationen, die auf Verhältnissen von wenigen Tagesentwicklungen zueinander basieren. Klassische Kursformationen wie Schulter-Kopf-Schulter und Dreieck etc. sind kaum exakt zu beschreiben und daher schwer zu bewerten. Aussagen über Trefferquoten basieren hier in erster Linie auf Erfahrungswerten.

Formationslehre
Die Formationslehre gehört zu den ältesten Teilen der Technischen Analyse. Der Chart ist hierbei das einzige Werkzeug, mit dem die Kursanalyse durchgeführt wird. Die Auswertung der Kursbewegungen und die daraus getroffene Prognose erfolgt subjektiv. Ziel ist, mit Hilfe der Formationserkennung wiederkehrende Kursmuster zu identifizieren und daraus Schlüsse über die mögliche zukünftige Kursentwicklung zu ziehen. In der Formationslehre unterscheidet man drei grundsätzliche Formationsarten: mittelfristige Umkehrformationen, kurzfristige Umkehrformationen und Bestätigungsformationen. Formationen resultieren aus Änderungen im Angebot- und Nachfrageverhalten der Marktteilnehmer. Neben den bekannten Standardformationen existiert eine Vielzahl von Formationen einzelner Chartisten, die meist nur Variationen der bekannten Kursmuster sind. Grundsätzlich bilden sich Kursformationen selten in ihrer jeweiligen Idealform aus; deshalb ist die Erkennung einer Kursformation recht subjektiv und verlangt ein hohes Maß an Markterfahrung. Nicht jede Formation glückt, so daß sich daraus völlig neue Formationen entwickeln. Oft sind Formationen Bestandteil größerer Formationen.

Forfaitierung
Die Forfaitierung ist eine Finanzierungsform, bei der später fällig werdende Forderungen (i. d. R. aus Exportgeschäften) regreßlos an eine Bank oder Finanzinstitution verkauft werden. Dabei bedeutet "à forfait", daß der Forfaiteur die wirtschaftlichen und politischen Risiken ohne Rückgriff (Regreß) auf den Exporteur übernimmt. Der Verkäufer haftet nur für den ordnungsgemäßen Bestand der Forderung. Mit der Forfaitierung wird eine sofortige Mobilisierung des eingeräumten Zahlungszieles erreicht, was zu Liquiditätsverbesserung (Liquidität) und Bilanzentlastung führt. Die Forderungen sind üblicherweise durch Wechsel verkörpert und durch Avale, Garantien oder Akkreditive erstklassiger Banken im Lande des Importeurs besichert.

Fortlaufende Notierung
s. Variable Notierung

Forward
Unter einem Forward [= nicht standardisiertes, nicht börsengehandeltes Termingeschäft, outright-Geschäft] versteht man eine bindende Verpflichtung, ein in Qualität und Menge feststehendes Gut (Basiswert) an einem vereinbarten Zeitpunkt (vor oder nach dem Spottermin) zu einem vereinbarten Preis zu liefern (Verkauf) oder abzunehmen (Kauf). Der vereinbarte Preis ist der Terminkurs. Die kalkulatorische Laufzeit des Forwardgeschäfts ergibt sich folglich durch den Vergleich von Spottermin und Erfüllungstermin. Die Differenz zwischen Handelstag und Beginn der Laufzeit (= Spottermin) bestimmt die Vorlaufzeit. Die Vertragsbedingungen werden individuell vereinbart. Der zugrundeliegende Basiswert wird im Regelfall auch tatsächlich geliefert. Wird bei Vertragsabschluß ein nicht den Usancen für Kassageschäfte entsprechender Erfüllungstermin, also ein Erfüllungstermin ungleich dem Spottermin bestimmt, so liegt ein Forwardgeschäft vor. Konkret bedeutet dies, daß auch Geschäfte, die vor der Spotvaluta zur Erfüllung kommen, Forwardgeschäfte sind.

Forward Forward Deposit
ist die vertragliche Festlegung eines Zinssatzes für eine Einlage auf Termin (= unsere künftige Geldaufnahme).
Dabei wird der Kapitalbetrag in der Zukunft (festgelegter Start / Fälligkeit) effektiv bewegt.

Forward Forward Devisenswap
ist eine vertraglich festgelegte Anzahl von hintereinander geschalteten Devisentermingeschäften, die auf eine vereinbarte Vorlaufperiode folgen.

Forward Forward Placement
ist die vertragliche Festlegung eines Zinssatzes für eine Geldausleihung auf Termin (= unsere künftige Geldausreichung).
Dabei wird der Kapitalbetrag in der Zukunft (festgelegter Start / Fälligkeit) effektiv bewegt.

Forward Rate
Verzinsung, die Basis der aktuellen Zinssätze für ein in der Zukunft beginnendes Geschäft erzielt werden kann.

Forward Rate Agreement
Nicht standardisierter Zinsterminkontrakt, bei dem der Käufer (Verkäufer) die Differenz zwischen dem nach Ablauf der Vorperiode geltenden Marktzins und dem Kontraktzins auf einen nur der Berechnung dienenden Kapitalbetrag erhält (leistet). Der diskontierte Ausgleichsbetrag fließt ü.blicherweise zu Beginn der Zinsperiode.

Forward Swap
Auch Delayed-Start-Swap oder Termin-Swap gennant. Bei diesem Swap kann ein Finanzierungs- bzw. Anlagebedarf schon vorab gegen das Zinsänderungsrisiko abgesichert werden.

Forward Rate Agreement (FRA)
(Future Rate Agreement). Außerbörslicher Zinsterminkontrakt. Zwischen den Vertragspartnern wird ein Zinssatz unter Festlegung der Währung, des Nominalbetrages und einer Referenzperiode vereinbart. Die Differenz zwischen dem vereinbarten und dem am Fälligkeitstag gültigen Zinssatz wird zwischen den Partnern verrechnet.

FRA
Abk. für Forward Rate Agreement.

Frankfurt Interbank Offered Rate (FIBOR)
Bezeichnung für einen am Frankfurter Bankplatz ermittelten Zinssatz, zu dem Banken bereit sind, bei anderen Banken DM-Gelder für die Dauer von 3 - 6 Monaten als Festgelder oder Termingelder anzulegen (Interbanken-Zinssatz); LIBOR.

Frankfurter Wertpapierbörse (FWB)
Entstand im 16. Jh. aus der Frankfurter Messe. Die FWB war lange Zeit die führende deutsche Wertpapierbörse, bis nach dem Krieg 1870/71 Berlin das Übergewicht bekam. Nach dem 2. Weltkrieg löste die FWB die Berliner Börse ab. Die FWB dient dem Abschluß von Handelsgeschäften in Wertpapieren, Zahlungsmitteln aller Art, Rechnungseinheiten und Edelmetallen. Träger der Börse ist die Deutsche Börse AGin Frankfurt am Main. Die Aufsicht uuml;ber die FWB liegt bei der zuständigen obersten Landesbehörde des Landes Hessen (Börsenaufsichtsbehörde).

Free Float
Als Free Float bezeichnet man den Anteil der Aktien einer Aktiengesellschaft, die nicht in festem Besitz sind, gemessen an der Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien.

Freistellungsauftrag (für Kapitalerträge)
Hat zur Folge, daß Kapitalerträge bis zur Höhe von DM 3.000,--, bei zusammen veranlagten Ehegatten bis DM 6.000,--, ohne Abzug von 30 % Zinsabschlag (Zinsabschlagsteuer) gutgeschrieben werden. Bei Dividenden und ähnlichen Kapitalerträgen erfolgt - bei ausreichendem Freibetrag - eine Erstattung der Kapitalertragsteuer und Körperschaftsteuer. Der Freistellungsauftrag wird meist bei dem kontoführenden Kreditinstitut gestellt.

Freiverkehr
Handel in Wertpapieren, die nicht zum amtlichen Börsenhandel zugelassen oder in den Geregelten Markt einbezogen sind. Zur Einbeziehung in den Freiverkehr müssen Wertpapiere bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die Anforderungen an die Qualität der Wertpapiere bleiben jedoch hinter den zum Amtlichen Handel sowie zum Geregelten Markt zugelassenen Börsenpapieren zurück. Bei Börsenaufträgen für Freiverkehrswerte besteht kein Anspruch auf Ausführung.

Frontofficesystem
Als Frontofficesystem werden alle in den Business Units der Zentrale oder den entsprechenden Abteilungen der in- und ausländischen Niederlassungen einer Bank eingesetzten Positionsführungs- und Handelssysteme bezeichnet.

Fry Pan Bottom
Bezeichnung einer Formation aus der Candlestick - Theorie, die auf mehr als fünf Kerzen basiert. Unter einem Fry Pan Bottom versteht man eine Anordnung von Kerzen, die sich über Wochen erstreckt. Diese Formation entspricht in ihrer Aussagekraft und Interpretation der Untertassenformation in Barcharts.

Fundamentalanalyse
Die Fundamentale Analyse hinterfragt die Ursache der Marktbewegung - warum passiert etwas -. Der Fundamentalanalyst versucht dabei, den inneren Wert eines Marktes / Wertpapiers zu beurteilen. Er orientiert sich dabei nicht am Kursverlauf der Vergangenheit, sondern untersucht äußere Einflußgrößen, um den kommerziellen Nutzungswert des Wertpapieres ableiten zu können. Der hieraus ermittelte Wert wird mit dem Börsenkurs verglichen und dieser wird dann als über- oder unterbewertet eingestuft. Beim fundamentalen Analyseansatz gibt es jedoch einige Probleme:

  • die Schwankungen um den inneren Wert herum können sehr groß sein, was zu erheblichen Schieflagen im Investment führen kann,
  • ein Investment ist an den Zeitfaktor gekoppelt - d.h. während der Investor wartet, kann sich die Ausgangslage seiner Analyse ändern,
  • der Analyst kann nie alle Einflußfaktoren (trotz modernster Technik) auf den Marktpreis kennen,
  • der Analyst kann kein vollständiges Bild von Angebot und Nachfrage erhalten, weil es zu viele Faktoren und Interdependenzen gibt.
  • ein großes Problem stellt liegt in der Gewichtung der verschiedenen Faktoren.

Fungibel
bedeutet vertretbar. Fungibilien sind Sachen, die nach Maß, Zahl oder Gewicht bestimmbar und daher auswechselbar sind. An den Börsen können nur fungible Waren oder Werte gehandelt werden, d. h. sie sind untereinander vertretbar, gegenseitig austauschbar, z. B. Geldscheine; ein 50-Mark-Schein ist gegen jeden anderen austauschbar. Waren können durch Typisierung fungibel gemacht werden.

Future
ein nach Menge, Qualität und Liefertermin standardisierter Terminkontrakt, dessen Inhaber zu einem festgelegten zukünftigen Zeitpunkt ein Handelsobjekt aus dem Geld- und Kapital-, Edelmetall- oder Devisenmarkt zum börsenmäßig festgesetzten Kurs zu liefern bzw. abzunehmen hat. Häufig ist bei derartigen Kontrakten (beispielsweise Terminkontrakten auf Basis von Aktienindizes) zur Erfüllung der bestehenden Verpflichtung (anstelle einer körperlichen Wertpapierlieferung oder -abnahme) eine Ausgleichszahlung ( cash settlement) zu leisten.
In anderen Worten ist ein Future ein standardisiertes, börsennotiertes Termingeschäft. Er stellt somit eine verbindliche Vereinbarung zwischen zwei Partnern dar, eine bestimmte Menge eines zugrundeliegenden Objektes bei Fälligkeit des Kontrakts zu einem im voraus vereinbarten Preis zu kaufen und abzunehmen -wenn der Future gekauft wurde - oder zu verkaufen und zu liefern - wenn der Future verkauft wurde. Zugrundeliegende Basisinstrumente können Geld- oder Kapitalmarktpapiere, Einlagen, synthetische Konstruktionen, Währungen, Indizes oder Commodities sein.

Futures Style/Premium Posting
Options(rest)prämie wird erst bei Ausübung/-Verfall einer Optionsposition fällig und vereinnahmt/angewiesen.

FWB
Abk. für Frankfurter Wertpapierbörse

www.netcons.net