Finanzglossar D
Daily-Price-Limit
dient als Sicherheitsvorkehrung und um das Risiko einer Nichterfüllung
einzugrenzen; wird von Terminbörsen als Betrag festgelegt, um den
der Futures-Preis den letzten Schlußkurs während des laufenden
Handelstages nicht über- oder unterschreiten darf.
DAI
Abk. für Deutsches Aktieninstitut
Damnum
Unterschiedsbetrag zwischen dem Nominalbetrag einer Forderung bzw. eines
Darlehens und den tatsächlich an den Kreditnehmer ausgezahlten Darlehensbetrag.
Die Effektivverzinsung wird durch Bezug des Nominalzinses
auf den niedrigeren Auszahlungsbetrag errechnet.
Dark Cloud Cover
Zweitagesformation aus der Candlestick
- Theorie. Mögliche Wende, leichtes Verkaufssignal.
Darlehen
§ 607 BGB definiert ein Darlehen als die Hingabe von Geld oder anderen
vertretbaren Sachen mit der Verpflichtung des Darlehensnehmers, zu einem
späteren Zeitpunkt Geld bzw.Sachen gleicher Art, Güte und Menge
zurückzugeben. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter dem Darlehen
eher ein längerfristiger Kredit
verstanden.
Geregelt in den §§ 598 ff. BGB. Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, das
empfangene Geld bzw. die anderen vertretbaren Sachen dem Darlehensgeber
in gleicher Art, Menge und Güte zurückzugeben. I. d. R. erfolgt
ein Darlehen gegen ein Entgelt.
Datenschutz
Ziel des Datenschutzes nach dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ist es,
der Beeinträchtigung natürlicher lebender Personen durch die
Auswirkungen der elektronischen Datenverarbeitung entgegenzuwirken (Schutz
des Persönlichkeitsrechts). Schutzgegenstand ist jeglicher Umgang
mit personenbezogenen Daten. Hierzu gehören nicht nur die unter den
Begriff der Verarbeitung fallenden Phasen von Speicherung, Veränderung,
Übermittlung, Sperrung und Löschung, sondern auch die Erhebung
sowie die Verwendung und Nutzung solcher Daten. Nicht anwendbar ist das
Gesetz für Daten juristischer Personen.
Dauerauftrag
Auftrag des Zahlungspflichtigen an seine Bank, regelmäßig wiederkehrende
Zahlungen, die in gleichbleibender Höhe an einen Zahlungsempfänger
zu entrichten sind, auszuführen. Anwendung findet der Dauerauftrag
vor allem bei Mieten, Versicherungsbeiträgen, Steuern, etc. Im Gegensatz
zum Dauerauftrag wird bei der Lastschrift die
Zahlung durch den Zahlungsempfänger ausgelöst.
Daueremittent
Dies sind Emittenten, die wegen eines laufenden
Finanzierungsbedarfs regelmäßig Wertpapiere ausgeben (z. B.
Realkreditinstitute, Landesbanken,
die Industriekreditbank, die Öffentliche Hand) etc..
Day Trader
Future Händler, der seine Position nicht länger als einen Tag
offen hält
DAX - Aktienindex (Eingetragenes Warenzeichen der Deutschen Börse AG)
Enthält die Kurse von 30 deutschen Standardwerten. Die Gesellschaften, die in die Berechnung einbezogen werden, sollten seit mindestens drei Jahren zum variablen Marktsegment des amtlichen Handels an der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) zugelassen sein. Weitere Auswahlkriterien für die einzubeziehenden Gesellschaften sind:
- Umsatzstärke
- Börsenkapitalisierung
- Vorhandensein früher Eröffnungskurse
- Branchenrepräsentativität
Das Gewicht einer Aktie im Index bemißt sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung. Hierzu wird der Kurs jeder Aktie mit der an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassenen und für lieferbar erklärten Anzahl der Aktien gewichtet. Der DAX wurde in Fortführung des Index der Börsenzeitung als Performance-Index gestaltet. Seine historische Zeitreihe reicht bis 1959 zurück. Als Basis wurde der 30.12.1987 auf 1000 gesetzt. Der DAX ist als Realtime-Index konzipiert und wird minütlich neu berechnet und veröffentlicht. Seine Berechnung basiert auf der Laspeyres-Formel, die regelmäßig verkettet wird. Die Berechnung des DAX wird regelmäßig einer unabhängigen Prüfung unterzogen.
Der DAX ist der wichtigste deutsche Markt-Index.
Deal Flow
Investitionsmöglichkeiten, die einer Venture Capital-Gesellschaft angetragen
werden.
Dealtype
Ein Dealtype (Geschäftsartt, Produkt) ist eine Bezeichnung für
gleichartige Geschäfte mit bestimmten fest definierten Informationselementen
und Flüssen. Die Granularität
der Dealtypeeinteilung ist abhängig von deren Verwendung. Dealtypes
i.S. der GDB (1) unterscheiden sich:
Jeder Dealtype hat ein oder mehrere Informationselemente und einen oder
mehrere Flüsse. Ein Dealtype kann Geschäfte mit unterschiedlichen
Informationselementen und Flüssen enthalten. Dealtypes können
sowohl Einzelprodukte
als auch zusammengesetzte
Produkte sein.
Dealtype-Nummer
Die Dealtype-Nummer ist der Primärschlüssel des Dealtypes.
Deckungsdarlehen
Die Absicherung (Deckung) von bestimmten Wertpapieren (Pfandbriefe)
ist gesetzlich vorgeschrieben. Dazu dienen z.B. Hypothekarkredite, die
Deckungsdarlehen genannt werden. Der Gesamtbetrag des Deckungsdarlehens
muß jederzeit mindestens so hoch und von gleichem Zinsertrag sein
wie der Gesamtbetrag der verkauften Pfandbriefe (Gleichgewichtsprinzip).
Zur Deckung von Kommunalobligationen dienen Kommunalkredite. Das sind
Forderungen der Bank an Körperschaften und Anstalten des öffentlichen
Rechts.
Deckungsstockfähigkeit
Wertpapiere, die zur Anlage des von den Versicherungsunternehmen
zu bildenden Deckungsstocks zugelassen sind.
Defined benefit
Prinzip der Versorgungszusage bei Pensionsfonds.
Defined contribution
Prinzip der Versorgungszusage bei Pensionsfonds.
Deflation
Deflation entsteht, wenn die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach Gütern
und Diensten nachhaltig abnimmt, ohne daß gleichzeitig eine entsprechende
Einschränkung des Güterangebots stattfindet. Gegensatz Inflation.
Unter Deflationspolitik versteht man die Bekämpfung inflationistischer
Auswüchse durch Verminderung des Geldvolumens.
Dealtypedatenbank
Die Dealtypedatenbank (DDB) enthält Informationen über produktbezogene,
vertragsneutrale Stammdaten von standardisierten und nicht-standardisierten
Produkten. Informationen über Verarbeitungsregeln zur Berechnung
des handelsrechtlichen und des wirtschaftlichen Ergebnisses sowie der
Risikoparameter der einzelnen Dealtypes sind ebenfalls Teil dieser Datenbank.
Die Dealtypedatenbank besitzt zur eindeutigen Darstellung dieser Strukturen
eine Fremdschlüsselverbindung zur Marktdatenbank
(MDB).
Deferred
Strike Option
Option, bei sich der Käufer das momentan
günstige Volatilitätsniveau
sichern will, da er mit einer steigenden Volatilität für die
Zukunft rechnet. Der Grund für das "Einlocken" ist die
Tatsache, daß eine hohe Volatilität auch immer eine hohe Optionsprämie
bedeutet - diese wird dadurch vermieden. Bei Abschluß der Option
werden alle Bedingungen festgelegt - außer dem Strikepreis.
Dieser wird zu einem vorher festgelegten Termin bzw. einer Periode bestimmt.
Delta
Kennzahl, die die theoretische Abhängigkeit des Optionswertes von der
Veränderung des Kassakurses des Bezugswertes
um eine Einheit anzeigt.
Der Wert Delta einer Option
gibt an, um wieviel Geldeinheiten sich der Optionspreis verändert,
wenn sich der Preis des zugrundeliegenden Underlyings
um eine Einheit verändert (ceteris paribus).
Delta-Chart
Delta-Charts, auch Kagi-Chart genannt, gehören zu den zeitunabhängigen
grafischen Kursdarstellungen. Siehe Kagi-Chart .
Deport
Von Deport (Abschlag) wird gesprochen, wenn der Terminkurs einer Währung
unter ihrem Kassakurs liegt; diese Währung
wird dann mit einem Deport gehandelt. Das Gegenteil bezeichnet man als
Report (Aufschlag).
Depot
Wertpapiere können bei Kreditinstituten zur
Verwahrung und Verwaltung hinterlegt werden. Für jeden Kunden wird
ein Depot (Gegenstück zum Konto im Geldverkehr) eingerichtet, aus
dem Arten, Nennbeträge oder Stückzahlen, Nummern etc. der eingereichten
Papiere sowie Name und Adresse des Einreichers (Depotinhabers) hervorzugehen
haben. Diese Vorschriften gelten für Streifbandverwahrung
und sinngemäß für die Girosammelverwahrung.
Aus Kontrollgründen führen die Banken zwei Arten von Depotbüchern
nebeneinander: das persönliche Depot und das Sachdepot. Ersteres
ist nach den Namen der Depotinhaber, letzteres nach Wertpapierarten geordnet.
Das Sachdepot ist für die Verwaltungsarbeiten der Banken von besonderer
Wichtigkeit. Als Sonderdepots werden Gemeinschafts- und Treuhanddepots
geführt (eingerichtet). Die Girosammelverwahrung ist rationeller
und damit billiger als die Streifbandverwahrung. Grundlage für Verwahrung
und Verwaltung von Wertpapieren durch Kreditinstitute ist das Depotgesetz
(DepotG). Es enthält eine Reihe von Vorschriften zum Schutze
des Depotinhabers, vor allem für den Konkursfall der Depotbank.
Depotgebühren
Preis für die Dienstleistungen, die die Kreditinstitute
für die Führung von Wertpapierdepots ihren Kunden in Rechnung
stellen. Hierzu gehören insbesondere Verwahr- und Verwaltungsdie1nstleistungen.
Zu letzteren zählen z. B. Aufwendungen im Zusammenhang mit Zinszahlungsterminen,
der Ausübung des Vollmachtstimmrechts, etc.
Die Kosten hierfür werden den Depotinhabern als "Depotgebühren",
besser: Depotführungspreise, in Rechnung gestellt.
Depotgesetz (DepotG)
Gesetz über die Verwahrung und Anschaffung von Wertpapieren
vom 04.02.1937, zuletzt geändert durch Gesetz vom 04.10.1994. Zweck
des Depotgesetzes ist der Schutz des Hinterlegers (von Wertpapieren) durch
Erhaltung des Wertpapiereigentums im Verwahrgeschäft und die schnelle
Verschaffung des Wertpapiereigentums.
Depotstimmrecht
s. Vollmachtstimmrecht
Depression
In der Volkswirtschaft bedeutet Depression einen Einbruch der Wirtschaftsaktivitäten,
der sich insbesondere in einer erheblichen Schrumpfung des gesamtwirtschaftlichen
Produktionsergebnisses (Sozialprodukt), Deflation
und hoher Arbeitslosigkeit niederschlägt. Die letzte "schwere" Depression
erlitt die Weltwirtschaft Anfang der dreißiger Jahre; (Rezession).
Deregulierung
Allgemein die Aufhebung staatlicher Regulierungsmaßnahmen in Form
wirtschaftspolitisch begründeter Eingriffe in den Marktmechanismus.
Speziell Bezeichnung für die in den letzten Jahren zu beobachtenden
Liberalisierungsvorgänge an vielen wichtigen nationalen Finanzmärkten
(USA, England, Japan, Deutschland u.a.). Als Folge des Deregulierungsprozesses
ergaben sich zahlreiche Erleichterungen und Neuerungen (z.B. sukzessive
Aufhebung der Zinsreglementierung, neue Produkte oder Abschaffung bzw.
Reduzierung von Marktzutrittsbeschränkungen).
Derivate
Produkte, deren Bewertung sich überwiegend von dem Preis, den Preisschwankungen
und -erwartungen eines zugrunde liegenden Basisinstrumentes (bspw. Aktien,
Anleihen, Devisen, Indizes)
ableitet. Zu den Derivaten zählen insbesondere Swaps,
Optionen und Futures.
Derivat
siehe derivatives Geschäft
derivatives
Geschäft
Ein derivatives Geschäft (Derivat) ist ein Geschäft,
das auf einem Vertrag beruht, der als Vertragsgegenstand
den Abschluß eines weiteren Vertrages hat (Optionen
und Futures). Als derivative Geschäfte
werden auch alle Zinstermin- und Zinsswapgeschäfte bezeichnet.
Deutsche Börse AG
1992 gegründetes privatwirtschaftliches Unternehmen mit Sitz in Frankfurt
am Main. Zur Deutschen Börse AG gehören Deutsche
Börse Clearing AG, Deutsche Börse Systems
AG, Fördergesellschaft für Börsen
und Finanzmärkte in Mittel- und Osteuropa mbH (FBF), Deutsche
Terminbörse (DTB) und Frankfurter Wertpapierbörse
(FWB).
Deutsche Börse Clearing
AG
Besorgt innerhalb der Gruppe Deutsche Börse AG
die effiziente und sichere Abwicklung von Wertpapiergeschäften, die
Wertpapierverwahrung und -verwaltung, inländischer und ausländischer
Wertpapiere.
Deutsche Börse Systems
AG
Die Deutsche Börse Systems AG ist für die gesamte Informationstechnologie
der Gruppe Deutsche Börse zuständig.
Das Systemhaus hat im Mai 1997 den operativen Betrieb aufgenommen und
hat die Rechtsform einer "kleinen AG". Die Systems entwickelt, wartet
und betreibt Handels-, Abwicklungs- und Informationssysteme, die im Kassa-
und Terminmarkt sowie in der Abwicklung zum Einsatz kommen. Als neues,
direkt für die Marktteilnehmer tätiges Geschäftsfeld kommt
die Entwicklung von Front-end-Systemen hinzu. Die größten Projekte
sind die Implementation des neuen elektronischen Handelssystems Xetra
für den Kassamarkt sowie Erweiterungen des DTB-Systems für den
Terminmarkt.
Deutsche Bundesbank
Zentralbank der Bundesrepublik mit Sitz in Frankfurt
am Main. Sie regelt den Geldumlauf (Recht der Notenausgabe) und die Kreditversorgung
der Wirtschaft mit dem Ziel, die Geldwertstabilität zu sichern. Sie
ist unabhängig von Weisungen der Bundesregierung, jedoch verpflichtet,
deren Wirtschaftspolitik zu unterstützen. Sie entstand am 01.08.1957
durch Fusion der Landeszentralbanken mit der Bank deutscher Länder
(Gesetz vom 26. 7. 1957). Das Grundkapital, 290 Millionen DM, hält
der Bund. Er allein hat Anspruch auf den Gewinn. Organe sind der Zentralbankrat,
das Direktorium und die Vorstände der Landeszentralbanken. Die Bundesbank
sorgt für die bankmäßige Abwicklung des Zahlungsverkehrs
im Inland und mit dem Ausland. Ihre Ziele und ihre Politik steuert sie
im wesentlichen mit dem Diskontsatz und dem
Lombardsatz und den Mindestreservesätzen.
Sie betreibt eine Offenmarktpolitik. Seit 1988
verwendet die Bundesbank die Geldmenge M3 als
ihre zentrale Orientierungsgröße. Der Präsident der Bundesbank
wird vom Bundespräsidenten auf Vorschlag der Bundesregierung ernannt;
derzeit: Hans Tietmeyer.
Deutsche Terminbörse
(DTB)
Am 26.01.1990 eröffnete vollelektronische und bundesweit operierende
Börse für den Handel in Optionen und
Finanzterminkontrakten. Market Maker stellen Angebots-
und Nachfragekurse (Quotes) und verpflichten sich, zu diesen Preisen Geschäfte
abzuschließen. Die DTB ist Bestandteil der Gruppe Deutsche
Börse AG.
Deutscher Rentenindex
(REX)
Mit ihrem Marktanteil gewichteter Index aus 30
idealtypischen Anleihen mit ganzzahligen Laufzeiten
von 1 bis 10 Jahren und je drei Kupontypen von 6 %, 7,5 % und 9 %. Die
Gewichtung wird jährlich überprüft.
Deutsches Aktieninstitut
(DAI)
Institut zur Förderung der Aktienkultur in Deutschland mit Sitz in
Frankfurt am Main. Zweck des Vereins ist die Förderung der Aktie,
im Interesse einer besseren Finanzierung der Unternehmen und einer breiteren
Eigentumsstreuung. Devisen
Devisen sind auf ausländische Währungen lautende und an einem
ausländischen Platz zahlbare Forderungen:
- Guthaben bei ausländischen Banken
in fremder Währung.
- Auf fremde Währungen lautende und
im Ausland zahlbare Wechsel und Schecks.
Die als Sorten
bezeichneten ausländischen Banknoten
und Münzen sind keine Devisen i.S.d. "klassischen Definition".
Devisenbörse
Ort, an dem Devisen gehandelt werden. In der Bundesrepublik
ist die amtliche Devisenbörse in Frankfurt am Main.
Devisengeschäfte mit Zeitoption
sind Handelsgeschäfte, deren Grundlage ein Devisentermingeschäft
ist.
Der Kontrahent erhält jedoch das Recht, innerhalb eines festgelegten
Zeitraumes den Gesamtbetrag oder Teilbeträge zu dem vereinbarten
Kurs abzurufen. Ein eventueller Restbetrag wird zum Ende der Laufzeitoption
fällig.
Devisenhandel
Er findet zwischen den in- und ausländischen Banken im freien Verkehr
über Telefon, Telex und elektronische Dealing-(Handels-) Systeme
statt. In der Bundesrepublik Deutschland werden 17 Währungen amtlich
notiert. Mit Einführung des Europäischen Währungssystems
(13. 3. 1979) haben sich die Notenbanken verpflichtet, Wechselkursschwankungen
nur innerhalb fester Bandbreiten zuzulassen. Werden die Interventionspunkte
erreicht, müssen die Notenbanken mit Käufen oder Verkäufen
eingreifen.
Devisenkassageschäfte
sind Handelsgeschäfte, bei denen die Erfüllung der beiderseitigen
Lieferverpflichtungen i.d.R. am zweiten Geschäftstag nach Abschluß
erfolgt.
Devisenoptionsanleihe
Devisenoptionsanleihen sind Schuldverschreibungen, denen ein oder mehrere
Devisenoptionsscheine mit einem oder mehreren Optionsrechten
beigefügt sind. Sie berechtigen zum Bezug eines bestimmten Frendwährungsbetrages
innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zu einem festgelegten Wechselkurs
(Call) bzw. zum Verkauf (Put).
Neben Anleiheemissionen von Devisenoptionsscheinen werden diese auch ohne
Anleihe begeben. Siehe auch Optionsanleihe
und Optionsschein
Devisenswaps
eine
Beispielrechnung
Devisentermingeschäfte
sind Handelsgeschäfte, bei denen die Erfüllung der beiderseitigen
Lieferverpflichtung später als am fünften Geschäftstag
nach Geschäftsabschluß erfolgt.
Diamonds
Diamonds (Dow Industrial Average Model New Deposit Shares)sind Indexaktien,
die den Dow Jones Index nachbilden und an der AMEX gehandelt werden.
Diamant
Der Diamant ist eine äußerst selten zu findende Umkehrformation, die am
Ende eines Aufwärtstrends steht. Man könnte ihn im weitesten Sinne als
eine Kombination aus Broadening Top, welches mit einem symmetrischen Dreieck
beschlossen wird, bezeichnen. Der Chartanalyst wird daher eher bereit
sein, ein symmetrisches Dreieck als einen Diamanten auf dem Chart zu interpretieren
und es entsprechend den dafür geltenden Regeln auswerten.
Differenzbetrag
Der pro Optionsschein erzielbare Ertrag, der bei
Optionsscheinen mit Barausgleich
bei Ausübung an den Optionsscheininhaber gezahlt wird
Direct Brokerage
Wertpapierdienstleistung einer Direktbank ohne individuelle Anlageberatung.
Interessante, weil kostengünstige Alternative für den im Wertpapiergeschäft
bereits erfahrenen Anleger.
Direkt-Clearing-Mitglied
Mitglied der Clearing-Stelle einer Terminbörse,
welches dazu berechtigt ist, das Clearing der eigenen Geschäfte und
der Geschäfte seiner Kunden durchzuführen.
Directional Movement Index
Hierbei handelt es sich um einen Indikator, welcher in der Regel zur Messung
von Trendstärken eingesetzt wird. Ein hoher Wert des Indikators zeigt
einen starken Trend an. Der Indikator sagt nichts über die Richtung des
Trends aus. Wenn man diesen Indikator glättet, erhält man den Average
Directional Movement Index (ADX).
Dirty Price
Als Dirty Price bezeichnet man den Preis, der beim Kauf einer Anleihe
zu zahlen ist. Er setzt sich zusammen aus dem Anleihekurs zuzüglich
der aufgelaufenen Stückzinsen.
Disagio
(wörtlich: Abgeld) Unterschied zwischen dem Nennwert
eines Wertpapiers oder einer Forderung (z.B. Kredit)
und seinem niedrigeren Kurs bzw. des Zahlungsbetrags
im Kreditgeschäft. Meist in Prozent des Nennwertes ausgedrückt;
Gegensatz: Agio.
Auch Abgeld oder Abschlag genannt. Mit Disagio bezeichnet man denjenigen
Betrag, um den der Ausgabepreis bei der Neuausgabe von Wertpapieren deren
Nennbetrag unterschreitet. Gegensatz zu Agio.
Diskontsatz
Zinssatz, zu dem die Notenbank Wechsel,
die bestimmten Erfordernissen entsprechen ankauft. Änderungen des
Diskontsatzes und der Rediskontkontingente (Volumenbegrenzung) gehören
zu den klassischen Mitteln der Notenbankpolitik. Da die Kreditinstitute
auf die Refinanzierung bei der Notenbank mehr oder weniger stark angewiesen
sind, kann durch eine Änderung des Diskontsatzes die Konditionsgestaltung
der Banken beeinflußt werden. Der Diskontsatz hat eine Leitfunktion
für die übrigen Sollzinsen.
Dispositionskredit
Auch Überziehungskredit genannt. Dem Kunden
wird die Möglichkeit eingeräumt, sein Kontokorrentkonto
bis zu einem bestimmten Betrag zu überziehen. Der Dispositionskredit
entspricht bei Gehaltskonten häufig zwei bis drei Nettomonatsgehältern.
Diskretionärer Handelsansatz
Als diskretionären Handelsansatz bezeichnet man unsystematisierte, nicht
getestete Handelsaktivitäten. Er zeichnet sich aus durch einen häufigen
"flexiblen" Austausch von Handelsregeln.
Disparitäts-Index
Ein Disparitäts-Index mißt die prozentuale Abweichung eines Schlußkurses
von einem frei gewählten gleitenden Durchschnitt. Ein Zwanzig-Tage-Disparitäts-Index
von minus 10 Prozent bedeutet beispielsweise einen Schlußkurs, der zehn
Prozent unter dem zwanzig Tage Durchschnitt liegt. In der Praxis wird
der Disparitätsindex als Filter eingesetzt, bevor Positionen auf der Grundlage
von Tagesformationen (z.B. Candlesticks)
eingegangen werden, um die Erfolgsquote dieser Handelsaktivitäten zu erhöhen.
So kann über den Disparitäts-Index beispielsweise eine technische Über-
oder Unterbewertung definiert werden, welche als Voraussetzung für das
Eingehen einer Trading Position dient. Der Disparitäts-Index unterscheidet
sich vom Divergenz-Index nur durch die unterschiedliche Darstellungsform
der Abweichungen. So besagt eine Zwanzig-Tage-Disparität von 5 Prozent
(Disparitäts-Index), daß der Schlußkurs 105 Prozent des gleitenden Durchschnitts
der letzten zwanzig Handelstage entspricht. Das gleiche besagt ein Divergenz-Index
von 105 Prozent. Ein Disparitäts-Index von minus 10 Prozent entspricht
somit einem Divergenz-Index von 90 Prozent.
Siehe Divergenz-Index .
Divergenz
Unter einer Divergenz im Sinne der Technischen Analyse bezeichnet man
eine unterschiedliche Entwicklung von (1) zwei Vergleichswerten, zwischen
denen eine Abhängigkeit vermutet wird, bzw. (2) eines Wertes und dem daraus
abgeleiteten Technischen Indikator. Man unterscheidet hierbei zwischen
einer negativen Divergenz und einer positiven Divergenz. Divergenzen weisen
auf eine Veränderung zwischen dem Bewegungsmuster zweier (voneinander
abhängiger) Werte hin, woraus sich mögliche Trendveränderungen erwarten
lassen. Besonders beliebt ist die Suche nach Divergenzen zwischen dem
Kursverlauf eines Wertes und einem Oszillator. Hier läßt sich eine Abnahme
/ Zunahme von Bewegungsdynamik herleiten, die auf einen möglichen Trendrichtungswechsel
hinweist.
Divergenz-Index
Bei einem Divergenz-Index handelt es sich um einen auf gleitenden Durchschnitten
basierenden Oszillator Schwankungsmesser). Ein Divergenz-Index mißt die
Abweichung (Divergenz) zwischen einem Kurs und seinem beliebig definierten
gleitenden Durchschnitt. Die Abweichung errechnet sich aus der Division
des aktuellen Kurses durch seinen gleitenden Durchschnitt. Eine Zwanzig-Tage-Divergenz
von 105 Prozent besagt, daß der Schlußkurs 105 Prozent des zugrundeliegenden
gleitenden Durchschnitts entspricht. Eine Divergenz von 90 Prozent besagt,
daß der bewertete Schlußkurs 90 Prozent des zugrundeliegenden gleitenden
Durchschnittes entspricht. Der Divergenz-Index unterscheidet sich vom
Disparitäts-Index nur durch die unterschiedliche Darstellungsform der
Abweichungen. So besagt eine Zwanzig-Tage-Divergenz von 105 Prozent (Divergenz-Index),
daß der Schlußkurs fünf Prozent über dem gleitenden Durchschnitt der letzten
zwanzig Handelstage liegt. Das gleiche besagt ein Disparitäts-Index von
5 Prozent. Ein Divergenz-Index von 90 Prozent entspricht somit einem Disparitäts-Index
von minus 10 Prozent.
Siehe Disparitäts-Index .
Dividende
Der auf die einzelne Aktie entfallende Betrag des Bilanzgewinns einer
Aktiengesellschaft. Die Dividende wird entweder
in Prozent des Nennwertes oder in Währungseinheiten
pro Stück ausgedrückt. Über die Verteilung beschließt
die Haupt-(Gesellschafter-)Versammlung. In Deutschland
wird die Dividende jährlich gezahlt, in den USA und anderen Ländern
in der Regel pro Quartal (Quartalsdividende).
Dividendenrendite
Der Dividendenertrag einer Anlage in Aktien, ausgedrückt
in Prozent vom Aktienkurs. Die Dividendenrendite ist eine wichtige Kennzahl
für die Beurteilung der Rentabilität einer Aktienanlage.
Dividendenschein
Auch Kupon genannt, berechtigt zum Bezug der Jahres-Dividende,
er ist Zubehör der Aktie. Jeder Aktie ist ein Bogen
mit 10 - 20 Gewinnanteilscheinen beigegeben. Am Fälligkeitstag wird
der Anteilschein vom Bogen "geschnitten" und als Dividende eingelöst.
DKV
Deutscher Kassenverein AG.
Die Aufgabe der Deutsche Kassenverein AG und ihrer Tochter Deutsche Aulslandskassenverein
AG liegt in der Verwahrung und Verwaltung von girosammelverwahrfähigen
Wertpapieren sowie in der Abwicklung von Wertpapieraufträgen, die
diese Wertpapiere betreffen. Für Nichtbanken wird keine Depotführung
übernommen.
Doji
Eintagesformation aus der Candlestick
- Theorie. Verstärkungs- bzw. Achtungssignal, markiert Widerstands- und
Unterstützungsbereiche.
Dokumentenakkreditiv
s. Akkreditiv
Dokumenteninkasso
Das Dokumenteninkasso ist eine Zahlungsabwicklungs- und Zahlungssicherungsform,
bei der dem Zahlungspflichtigen Dokumente unter Mitwirkung von Kreditinstituten
gegen Zahlung des Gegenwertes ("Kasse gegen Dokumente") oder gegen Akzeptierung
von Wechseln ("Dokumente gegen Akzept") ausgehändigt
werden. Mit Hilfe von Dokumenteninkassi werden Warengeschäfte Zug
um Zug erfüllt. Grundlage für die Abwicklung sind die "Einheitlichen
Richtlinien für Inkassi" (Revision 1995).
Doppelbesteuerungsabkommen
Internationale Verträge, die meist zwischen zwei, aber auch mehreren
Staaten abgeschlossen werden. Sie dienen zur Vermeidung bzw. Milderung
der Doppelbesteuerung im grenzüberschreitenden Kapitalverkehr.
Doppelwährungsanleihe
Sonderform der Anleihe, bei der die Kapitalrückzahlung
und die Zinszahlung in verschiedenen Währungen erfolgen können.
Z. T. wird dem Emittenten oder dem Anleger ein
Wahlrecht eingeräumt.
Dow Jones-lndizes
Schon vor der Jahrhundertwende veröffentlichte das Verlagshaus Dow-Jones
& Co. für die New York Stock Exchange (NYSE)-Indizes
über 30 Industrie-Aktien, 20 Eisenbahn-Werte, 15 Energieversorgungs-Aktien
und einen Gesamtindex aller 65 Werte. Besonders der Industrie-lndex genießt
durch seine schnelle Verbreitung weltweite Beachtung und gilt gemeinhin
als "der" Dow-Jones-lndex. Umfangreicher sind die Indizes von Standard
& Poor's (500 Werte) und der New York Stock Exchange. Auch die Tokioter
Börse kennt einen Index für 225 japanische
Werte.
Dow Jones STOXX
Kooperation von Deutsche Börse, Dow Jones, SBF - Bourse de Paris
und Schweizer Börse zur Etablierung einer europäischen Indexfamilie
Dow Jones STOXX. Diese besteht aus je einem Benchmark-Index, einem Blue-chip
Index sowie 19 Branchenindizes für Gesamteuropa (Europa) und für
den Teilnehmerkreis an der Europäischen Währungsunion (EURO-Raum).
Down Barrier
Der Down Barrier ist der zum Abschluß einer Barrier Option definierte
Wert, dessen Unterschreiten eine Knock-Out-Option
verschwinden und eine Knock-In-Option
entstehen läßt.
Dreieck
Begriff aus der Formationslehre. Dreiecke sind Kursmuster, an die auf
der Unterseite eine aufwärts- und auf der Oberseite eine abwärtsgerichtete
Trendlinie angetragen werden können (symmetrisches Dreieck), bzw. eine
aufsteigende und eine obere nahezu waagerechte Trendlinie (steigendes
Dreieck) oder eine fallende an eine untere nahezu waagerechte Trendlinie
(fallendes Dreieck) anliegen. Dreiecke können sowohl trendbestätigend,
als auch trendumkehrend sein, wobei eine pauschale Faustregel heißt: steigende
Dreiecke - bullish, fallende Dreiecke - bearish, symmetrische Dreiecke
- in Ausbruchsrichtung handeln. Erfolgt der Ausbruch des Kurses im zweiten
Drittel der Formation, ist die Zuverlässigkeit des Handelssignals in der
Regel recht zuverlässig.
Drei-Linien-Durchbruchs-Chart
Ein Drei-Linien-Durchbruchs-Chart ist eine bevorzugt in Japan genutzte
subtilere Form der Point & Figure Charts. Der Drei-Linien-Durchbruchs-Chart
gehört zu den zeitunabhängigen Chart-Darstellungen. Er sieht aus wie eine
Reihe weißer und schwarzer Säulen unterschiedlicher Höhe. Jede Säule,
Linie genannt, hat eine Spalte für sich. Für die Entwicklung des Charts
werden in der Regel die Schlußkurse genutzt. Eine weiße Linie bedeutet,
daß das frühere Hoch übertroffen wurde. Umgekehrt ergibt sich eine schwarze
Linie, wenn der Markt auf ein neues Tief fällt. Gibt es weder ein neues
Hoch noch ein neues Tief, so wird in den Chart nichts weiter eingetragen.
Ist ein Kursanstieg kräftig genug, drei hintereinander steigende Schlußkurse
zu generieren (es werden drei weiße Linien hintereinander generiert),
dann muß bei einer Umkehr das Tief aller drei Linien unterschritten werden,
bevor eine schwarze Linie gezeichnet werden kann. Das gleiche gilt umgekehrt
für eine Marktschwäche. Ist diese so dynamisch, daß drei schwarze Linien
nacheinander produziert werden (drei aufeinander folgende fallende Schlußkurse),
so muß eine Korrektur alle drei schwarzen Linien überwinden, bevor eine
weiße Linie gezeichnet werden kann. Wie bei einem Point & Figure Chart
ist der besondere Vorzug des Drei-Linien-Durchbruchs-Charts, daß dieser
keine willkürlich festgesetzte Größe als Umkehrsignal enthält. Ein Drei-Linien-Durchbruchs-Chart
ist in der Praxis auch unter folgenden Namen bekannt: Drei-Schritt-Neukurs-Chart,
Neukurs-Dreilinien-Durchbruchs-Chart, Drei-Linien-Überschreitungskurve,
Drei-Linien-Umkehrmethode und Neukurs-Drei-Schritt-Balkenchart.
Drei-Linien-Überschreitungskurve
Eine Drei-Linien-Überschreitungskurve ist eine subtilere Form des Point
& Figure Charts. Die Drei-Linien-Überschreitungskurve gehört zu den
zeitunabhängigen Chart-Darstellungen. Siehe
Drei-Linien-Durchbruchs-Chart .
Drei-Linien-Umkehrmethode
Eine Drei-Linien-Umkehrmethode ist eine subtilere Form des Point &
Figure Charts. Die Drei-Linien-Umkehrmethode gehört zu den zeitunabhängigen
Chart-Darstellungen.
Siehe Drei-Linien-Durchbruchs-Chart
.
Drei-Schritt-Neukurs-Chart
Ein Drei-Schritt-Neukurs-Chart ist eine subtilere Form des Point &
Figure Charts. Der Drei-Schritt-Neukurs-Chart gehört zu den zeitunabhängigen
Chart-Darstellungen. Siehe Drei-Linien-Durchbruchs-Chart
.
Drill down
Analyse kumulierter Informationen durch Disaggregation.
Due Diligence
Die detaillierte Untersuchung, Prüfung und Bewertung eines potenziellen
Beteiligungs-unternehmens als Grundlage für die Investmententscheidung.
DTA
Abk. für Belegloser Datenträgeraustausch
DTB
Abk. für Deutsche Terminbörse,
jetzt Eurex
Dumpling Top
Bezeichnung einer Formation aus der Candlestick
- Theorie, basierend auf mehr als fünf Kerzen. Unter einem Dumpling Top
versteht man eine Anordnung von Kerzen, die sich über Wochen erstreckt.
Diese Formation ist von ihrer Aussagekraft und Interpretation identisch
mit der umgekehrten Untertassenformation in den Barcharts.
Duration
Die einfache Duration ist eine Kennzahl, die die durchschnittliche
Bindungsdauer des eingesetzten Kapitals anzeigt. Die modified Duration
ist eine aus der einfachen Duration abgeleitete Kennzahl, die zur Approximation
der Marktwertänderungen von verzinslichen Financial Instruments bei
Zinsänderungen herangezogen wird.
Duration, einfache
Kennzahl, die die durchschnittliche Bindungsdauer des eingesetzten Kapitals
anzeigt.
Duration, modifizierte
Die modifizierte Duration gibt die prozentuale Kursänderung einer
Anleihe in Abhängigkeit von einer Marktzinsveränderung an.
DVFA-Ergebnis
Gewinnermittlungsmethode der "Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse
und Anlageberatung e.V.", ein Zusammenschluß von Bank- und Wirtschaftsfachleuten.
Die DVFA hat sich um die Aktienanalyse verdient gemacht und eine Formel
entwickelt, die einen, allein aus dem Geschäftszweck erzielten, um
Sondereinflüsse korrigierten Jahresgewinn einer Unternehmung wiedergibt;
meist bezeichnet als "Ergebnis je Aktie nach DVFA." Daraus errechnet sich
dann das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Alle großen Aktiengesellschaften
veröffentlichen heute ihr nach diesem Schema ermitteltes DVFA-Ergebnis.
Es ermöglicht Unternehmens- und Branchenvergleiche.
Dynamikbestimmende Indikatoren
Die Aussagen der trendfolgenden Indikatoren stehen mitunter im Widerspruch
zu den Aussagen der Oszillatoren. So können Trendfolger intakte Trends
ausweisen, während die Oszillatoren bereits gegenläufige Signale generieren.
Somit ist die Kernfrage stets die, ob tatsächlich ein Trend oder ob eine
trendlose Phase vorliegt, da beide Phasen eine jeweils unterschiedliche
Bewertung und Anwendung der Signalgenerierung verlangen. Hier helfen uns
die richtungs- und dynamikbestimmenden Indikatoren. Diese generieren in
der Regel keine Handelssignale, sondern liefern sogenannte "Hintergrundinformationen"
wie Trendrichtung bzw. Bewegungsdynamik. Die Bedeutung dieser Informationen
ist nicht zu unterschätzen, denn gerade die Bewertung der Dynamik ist
mitunter eine der wichtigsten Komponenten bei der Auswahl eines Handelssignals.
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