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Finanzglossar C

Call, Call option (Kaufoption)
Ein Call (Kaufoption) ist ein Optionskontrakt, der seinem Inhaber das Recht gibt, bis zum Verfalldatum das Underlying zum Strikepreiszu kaufen, während der Stillhalter im Falle der Ausübung verpflichtet ist das Underlying zum Strikepreis zu verkaufen.

Callable Swap
Auch kündbarer Swap genannt. Dieser Swap hat einen Optionsbestandteil. Der Zahler bzw. der Empfänger des Festzinssatzes hat das Optionsrecht, den Swap vorzeitig zu kündigen.

Candlestick
Als Candlestick bezeichnet man eine alte japanische Darstellungsform von Kursbewegungen, deren Ursprung wohl im 18. Jahrhundert zu suchen ist. Die Darstellungsart, die in ihrem Aussehen an Kerzen erinnert, gab den Candlesticks ihren Namen. In der westlichen Hemisphäre wurden Candlesticks erst durch eine Veröffentlichung im Futures - Magazin (1989-90) bekannt. Die zeitabhängigen Candlestick-Charts stellen durch das Hinzufügen des Eröffnungskurses und der körperlichen Darstellung des Bereiches zwischen Eröffnungs- und Schlußkurs im Prinzip eine Weiterentwicklung der Balkencharts dar. Gegenüber dem Balkenchart ermöglicht die Darstellung eines Kursverlaufes über einen Candlestick-Chart eine schnellere Erfassung, ob es sich um steigende oder fallende Märkte handelt (Körper bleiben weiß, wenn der Schlußkurs über dem Eröffnungskurs liegt, die Körper werden farblich ausgefüllt, wenn der Schlußkurs unter dem Eröffnungskurs liegt). Da die Asiaten bildlicher denken als westliche Anleger, ist die detaillierte Interpretation der Formationen oft nur vordergründig einfach und verlangt eines hohes Maß an Erfahrung. Der Candlestick-Chart zeichnet sich durch eine Vielzahl von Einzelformationen aus, die eine recht kurzfristige Prognose ermöglichen. Zur Konstruktion eines Candlecharts werden der Eröffnungs -, Höchst -Tiefst - und Schlußkurs des Zeitintervalls benötigt.

Cap
Caps (und Floors) sind eine Versicherung gegen steigende (bzw. fallende) Zinsen. Der Käufer ist der Versicherungsnehmer, der Verkäufer der Versicherungsgeber. Bei einem Cap wird dem Cap-Käufer gegen Zahlung einer Prämie garantiert, daß die Zinsbelastung aus der bestehenden oder noch aufzunehmenden variabel verzinslichen Verbindlichkeit eine festgelegte Zinsobergrenze (Strike) während der Laufzeit des Caps nicht übersteigt. Gleichzeitig partizipiert der Cap-Käufer von fallenden Zinsen. Der Cap-Verkäufer verpflichtet sich, eine eventuell über den Strike hinausgehende Mehrbelastung durch eine Zahlung an den Versicherungsnehmer auszugleichen.
Vertragliche Vereinbarung, bei der der Käufer gegen Zahlung einer Prämie für eine vereinbarte Laufzeit eine garantierte Zinsobergrenze erwirbt. Steigt der Marktzins an den einzelnen Zinsfestlegungszeitpunkten für die nächste Zinsperiode über diese Grenze, so zahlt der Cap-Verkäfer den Differenzbertrag.

Cap-Floater
Variabel verzinsliche Anleihe mit einer Höchstmarke für die Verzinsung. Die Verzinsung bleibt auf diesen festgelegten Höchstsatz beschränkt, falls der Referenzzinssatz diesen Höchstsatz überschreitet.

Caplet
Teilperiode eines Cap.

Capped Warrant
Kombination einer Call-Optionmit einer Put-Option, bei der der Investor am Ende der Laufzeit ohne Rücksicht auf die Kursentwicklung des Underlying den eingesetzten Kapitalbetrag zuzüglich Zinsen zurüerhält.

Carried Interest
Gewinnbeteiligung der Managementgesellschaft und deren Manager am Erfolg der verwalteten Fonds.

Cash flow
(wörtlich: Liquiditäts-Zufluß), Umsatzüberschuß, Finanzüberschuß: wird als Nettozugang an flüssigen Mitteln aus der Umsatztätigkeit und anderen laufenden Operationen innerhalb eines Zeitraumes interpretiert. Gebräuchliche, aussagefähige Kennzahl zur Beurteilung der Finanzlage einer Gesellschaft und zur Aktienbewertung. Der Cash flow wird aus dem Jahresabschluß eines Unternehmens abgeleitet.

Cash-Settlement
Ausgleich des Bewertungsergebnisses bei physisch nicht erfüllbaren Termingeschäften (z. B. Futures, Optionen auf Indizes, etc.).

Cashflow-Matched
Bei Swaps: Zu allen Fremdwährungs-Flüssen eines Wertpapiers sind passend Flüsse des Swap entgegengestellt.

CBOE
CBOE ist die Abkürzung für Chicago Board Options Exchange. (Chicago , USA)

CBOT
CBOT ist die Abkürzung für Chicago Board of Trade.

CDB
Die CDB (Counter-Party Data Base) (früher KDB bzw. PDB) enthält Informationen über die externen und internen Partner, mit denen die in der Geschäftsdatenbank (GDB) gespeicherten Verträge abgeschlossen wurden. Informationen über Partnerstrukturen sind Teil dieser Datenbank. Externe Strukturen, die in der Kontrahentendatenbank abgebildet werden sind z.B. Konzernstrukturen, interne Strukturen werden durch den Portfoliobaum abgebildet.

CEDEL
Centrale de Livraison des Valeurs Mobilières S.A. ist ein 1970 gegründetes Clearinginstitut mit Sitz in Luxemburg zur Abwicklung von Wertpapierlieferungen.

Certificate of Deposit (CD)
Ein Certificate of Deposit ist ein von einer Bank ausgestelltes Zertifikat, das die Einlage von Geldern für eine bestimmte Zeit zu einem angegebenen Zinssatz bestätigt. Das Zertifikat lautet gewöhnlich auf den Inhaber und ist uneingeschränkt übertragbar. Es besteht ein liquidider Sekundämarkt, auf dem die Stücke vor Fälligkeit zum jeweilger Marktpreis veräußert werden können.

CEDEL
Abk. für Centrale de Livraison de Valeurs Mobilières S. A. 1970 von führenden Banken und Finanzinstituten in Luxemburg gegründetes Institut zur Verwahrung, Verwaltung und Abwicklung insbesondere von international gehandelten Anleihenund Aktien.

Chaikin Oszillator
auf Basis seiner Accumulation / Distribution Line weiterentwickelt; Ziel ist es, Trendwechsel in der zugrunde liegenden Accumulution / Distribution Line anzuzeigen, also eine typische Oszillator-Aufgabe wahrzunehmen. Auf die Accumulation/Distribution Line werden zwei Exponentielle GDs berechnet, ein kurzer und ein langer. Diese beiden Werte werden voneinander abgezogen, wobei der lange GD vom kurzen GD subtrahiert wird. Dies ergibt einen nach oben und unten offenen Verlauf, der um die Nulllinie schwankt. Der Mittelwert wird durch einen GD dargestellt; um diesen GD wird eine Standardabweichung definiert. Die Standardabweichung nennt die durchschnittliche Abweichung von diesem Kurs. Das obere Bollinger Band ist nun der GD plus die Standardabweichung, das untere Band der GD minus der Standardabweichung. Wenn die Standardabweichung zunimmt, wird der Korridor zwischen den Bändern immer größer. Der Indikator reagiert damit auf eine zunehmende Volatilität (die nichts anderes ist als eine annualisierte Standardabweichung). Je nach Interpretationsabsicht können sie den Korridor durch Multiplikation der Standardabweichung mit einem Faktor schmaler oder breiter machen. Wichtig für die Anwendung des Indikators ist das grundlegende Verständnis des Basis-Indikators, der Accumulation / Distribution Line. Für den Chaikin Oszillator bieten sich, ähnlich wie bei anderen Oszillatoren, zwei verschiedene Interpretationsmöglichkeiten an. Zum einen die Suche nach Divergenzen: ein negatives Signal ist dann gegeben, wenn der Basiswert noch neue Höchststände ausbildet, während der Indikator keine neuen Hochs mehr bildet, ein positives Signal ist dann gegeben, wenn der eigentliche Kursverlauf noch neue Tiefs bildet, der Indikator aber nicht mehr. Eine andere Möglichkeit ist die, auf den Indikator einen GD zu berechnen und den Schnitt der beiden Linien als Signalgeber zu nutzen. Ein Kaufsignal ist gegeben, wenn der Indikator seinen GD von unten nach oben schneidet, ein Verkaufsignal dann, wenn der Indikator seinen GD von oben nach unten schneidet.

Chaikin´s Volatility
Die Volatilität wird über die Differenz zwischen dem Tagestief und dem Tageshoch gemessen. Die Darstellung der Chaikin´s Volatility schwankt um die Nulllinie, ein positiver Indikatorenwert zeigt eine zunehmende Volatilität (also zunehmende Differenzen zwischen dem Hoch und Tief), ein negativer Indikatorenwert zeigt eine abnehmende Volatilität, also eine geringer werdende Differenz zwischen Hoch und Tief. Zur Berechnung wird zunächst die Differenz zwischen Tageshoch und Tagestief gebildet. Darauf wird ein GD berechnet und auf diesen ein ROC. Die Chaikin´s Volatility dient in der Regel nicht zu Herleitung konkreter Signale, sondern eher zur Abrundung eines Handelssystems.

Chart
Teil der sog. technischen Analyse. Graphische Darstellung von Kursverläufen einzelner Wertpapiereoder auch von Branchen- und Börsenindices. Der Chartist, also der Vertreter der sogenannten "technischen Analyse", bedient sich der Kursdiagramme der Vergangenheit, um anhand bestimmter, typischer, wiederkehrender Formationen eine Kursprognose abzugeben. Hierbei können sowohl die Kursverläufe in Abhängigkeit von Preis und Zeit dargestellt werden ( z.B. Bar-Chart, Linienchart, Candlestick etc.), als auch nur Preisabhängig (z.B. Point & Figure-Chart, Kagi-, Reko-Chart etc.).

Cheapest-to-deliver (CTD)
Muß ein Stillhalter bei Fälligkeit lesiten, dann wird er unter denen dafür zulässigen Titeln denjenigen wählen, der den vergleichsweise höchsten Nettogewinn oder den geringsten Nettoverlust mit sich bringen würde (Cheapest-to-deliver-Anleihe).

CIF
Cost, Insurance, Freight = Kosten, Versicherung, Fracht. CIF ist eine Möglichkeit, im Rahmen des internationalen Warenhandels den Kosten- und Gefahrenanteil zwischen Importeur und Exporteur im Rahmen der sogenannten Incoterms aufzuteilen. Bei CIF trägt der Exporteur alle bis zur Ankunft der Ware im Bestimmungshafen anfallenden Verladegebühren und die Versicherung. Der Importeur trägt alle Gefahren von dem Zeitpunkt an, in dem die Ware im Verschiffungshafen die Reling des Seeschiffes überschritten hat.

Close Out
Vorzeitige Vertragsbeendigung; die Konditionen werden unter den Beteiligten (i.d.R. gemäß der aktuellen Marktlage) ausgehandelt.

Close Out Zahlung
Die Zahlung von P1 an P2 (oder umgekehrt) bei vorzeitiger Auflösung von FRA's und Swaps zwischen P1 und P2.

CME
CME ist die Abkürzung für Chicagoe Mercantile Exchange. (Chicago , USA)

CMMU
Convertible Money Market Unit. Eine CMMU verbrieft im Gegensatz zu den gewöhnlichen equity-linked Bonds keine garantierte Mindestverzinsung bei Fälligkeit, sondern eine maximale Rückzahlung sofern das Underlying (Aktien, Index oder Korb) bei Fälligkeit über dem vorher festgelegten Strikepreises liegt. Liegt der Preis des Underlying unterhalb dieses Niveaus, dann erhält der Inhaber der Underlying bzw. in Barzahlung abzüglich der Differenz zum festgelegten Strikepreis.

Clearing
Zentrale Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Ergebnis, daß nur die sich zugunsten oder zulasten eines jeden Teilnehmers ergebenden Salden (Saldo) gutgeschrieben bzw. belastet werden.

Co-Venturing
Beteiligung an einem Unternehmen durch mehrere Investoren, von denen einer als Lead Investor auftritt.

Collar
Kombination aus dem Kauf eines Cap und dem Verkauf eines Floor. Der Käufer des Collar kauft einen Cap, um seine Zinsen nach oben zu begrenzen und verkauft einen Floor, um aus den dadurch erzielten Prämieneinnahmen die Kosten für den Cap zu reduzieren.

Collared Floater
Auch Mini-Max-Floater genannt. Der Collared Floater ist eine Kombination aus einem Cap-Floaterund einem Floor-Floater. Die Schwankungsbreite seiner Verzinsung während seiner Laufzeit ist auf einen durch Mindest- und Höchstzinssätze gesteckten Rahmen begrenzt.

Commercial Paper (CP)
Commercial Paper sind als Inhaberpapiere ausgestattete Geldmarkttitel mit einer festen Laufzeit zwischen sieben Tagen und zwei Jahren minus einem Tag. Sie werden auf abgezinster Basis ausgegeben. Die Papiere werden am Ende der Laufzeit zum Nennbetrag zurückgezahlt; eine vorzeitige Kündigung ist nicht vorgesehen.
Auf den Inhaber lautende Schuldtitel, meist in diskontierter Form mit Laufzeiten zwischen 1 und 270 Tagen, z. T. länger. CP werden von bonitätsmäßig einwandfreien Schuldnern in hohen Beträgen und mit hohen Mindestnennwerten am Geldmarkt emittiert.

Commission Paid
stellt die Höhe der bisher gezahlten und im Ergebnis der Handelssystematik berücksichtigten Gebühr / Kommission dar. Die Höhe dieser Kennzahl errechnet sich aus: Gebühr pro Transaktion multipliziert mit zwei (Eröffnung und Schließen eines Geschäftes) multipliziert mit der Anzahl der Gesamt Trades.

Commodity Fund
Anlagefonds, der sein Vermögen ausschliesslich in handelbare Rohwaren investiert. auch Warenfonds.

Commodity Channel Index
abgekürzt mit CCI, berechnet im Prinzip einen Wert, der den Abstand zum GD misst. Ab einem gewissen Abstand, geht man von einem neuen Trend aus - der Indikator liefert ein Signal. Die eigentliche Berechnung des Indikators erfolgt in mehreren Schritten. Im ersten Schritt wird ein sogenannter typischer Kurs gebildet. Hierzu werden der höchste, tiefste und letzte Kurs addiert und dann durch 3 geteilt. Auf Basis dieser typischen Kurse wird dann ein GD errechnet. Im dritten Schritt wird die Standardabweichung Typischer Kurs / GD berechnet. Der letzte Schritt baut dann endlich den eigentlichen CCI auf. Der Indikator schwankt zwar auch um die Nulllinie, ist nach oben und unten aber nicht begrenzt.

Compliance
Die Kreditinstitutehaben dafür zu sorgen, daß Geschäfte ihrer Mitarbeiter in Wertpapieren, Devisen, Edelmetallen und Derivaten nicht gegen Interessen der Bank/Sparkasse und deren Kunden verstoßen. Zum Schutze der Anleger und zur Vermeidung von Interessenskonflikten haben deshalb die Kreditinstitute unter Beachtung der Leitsätze für Mitarbeitergeschäfte Regelungen über solche Geschäfte zu treffen und die Einhaltung der Leitsätze zu überwachen. Mit diesen Regeln soll Vertrauen in den jeweiligen Kapitalmarkt bzw. zu den Marktteilnehmern geschaffen bzw. erhalten werden. In vielen Banken gibt es mittlerweile Compliance-Abteilungen, die die vertrauliche Behandlung von Informationen in den relevanten Abteilungen überwachen sollen und insbesondere Insider-Verstößen vorbauen sollen.

Computerbörse
Börsentyp, bei dem eine durchgängige Computerisierung und Automatisierung des gesamten Transaktionsprozesses vorzufinden ist. Dazu gehören:

  • Die computergestützte Ordereingabe (Wertpapierorder) mit anschließender automatischer Übermittlung an die Computerbörse.
  • Die automatische Weiterleitung der Lieferungs- und Zahlungsverpflichtungen aus den Börsengeschäften.
  • Die automatische Verbreitung von Handelsinformationen an die Markteilnehmer.
Deutsche Terminbörse (DTB), IBIS und Xetra.

Compounding-Rate
Aufschlag, z.B. auf LIBOR: LIBOR + 0,5 % -> Compounding = 0,5 %

Compound Instrument
Maßgeschneidertes Kombinationsprodukt, das aus verschiedenen Financial Instruments zusammengesetzt ist. Bsp. Compound Option, die eine Option auf eine Option darstellt; bei einer Compound Call-Option erwirbt man eine Kaufoption auf eine Kaufoption (Call on a Call), bei einer Compound Put-Option ist es genau umgekehrt.

Consol Bond
Englischer Begriff für «ewige Anleihe». Anleihe ohne Fälligkeitstermin, d.h. regelmässige Zinszahlungen, aber keine Tilgung des Nominalwertes.

Contratrend
Als Contratrend-Handelsansatz (Gegensatz dazu: Trendfolge Handelsansatz) bezeichnet man ein Regelwerk, welches in den Kursanstieg hinein verkauft, bzw. in der Kursschwäche kauft. In der Regel basieren Contratrend-Handelsansätze auf Oszillatoren, es gibt aber auch Ausbruchssystematiken bzw. Mustererkennungs-Systematiken, welche Contratrend-Handelssystematiken zugrundeliegen können.

Convenience Yield
Nutzen aus dem Halten einer Kassaposition im Vergleich zu einer Terminposition. Je knapper das Underlyingauf dem Kassamarkt ist, desto höher ist regelmäßig auch die Convenience Yield.

Convertible Floating Rate Notes
Kombination einer Floating Rate Note mit einem anderen Anleihetyp. Sie sehen ein Wandlungsrecht (je nach Anleihebedingungen für den Anleger oder für den Emittenten) in normale Festzinsanleihen.

Coppock Indikator
basiert auf dem Momentum und dem GD. Er eignet sich zum Erkennen langfristiger (mehrjähriger) Trends, kurzfristig ist er jedoch nicht zu gebrauchen. Der Coppock misst langfristige Trends, in dem zwei langfristige Momentums addiert werden. Auf Basis dieser Summe wird ein gewichteter GD gebildet. Da die Basis des Indikators vom Momentum gebildet wird, oszilliert auch der Coppock um die Nulllinie. Der Coppock wird auf zwei verschiedene Weisen interpretiert. Standard ist die Drehung der Linie oberhalb der Nulllinie nach unten als Verkaufsignal, die Drehung der Linie unterhalb der Nulllinie nach oben als Kaufsignal zu interpretieren.

Cost average
Verfahren zur Erlangung günstiger Durchschnittseinstandspreise beim Erwerb von Wertpapieren. Dieser Kaufmethode liegt der Gedanke zugrunde, daß bei fallenden Kursen Wertpapiere hinzugekauft werden, um die Durchschnittskosten zu senken. Dieser Effekt wird auch dann erzielt, wenn gleichbleibende Erträge z. B. in Investmentanteile angelegt werden; in diesem Fall erwirbt der Anleger bei höheren Kursen weniger, bei niedrigeren Kursen mehr Investmentanteile.

Cost-of-carry
Wer einen Titel/eine Anleihe heute schon erwirbt, um sicherzustellen, sie in Zukunft im Bestand zu haben, bindet Geld, das er ansonsten zinsbringend hätte anlegen können (Opportunitätskosten) und hat u. U. weitere Kosten im Zusammenhang mit Lagerung, Pflege und Versicherung. Diese gesamten Kosten nennt man Cost-of-carry. Beim Kauf per Termin entfallen diese Kosten.

Counter-Party Data Base
siehe CDB

Courtage
Makler- oder Vermittlungsgebühr bei Abschluß eines Wertpapiergeschäftes über die Börse, an den Kursmakler zu entrichten. Z. Zt. Aktiencourtage: 0,6‰ des Kurswertes, Courtage für Festverzinsliche Wertpapiere: 0,03‰ bis 0,75‰ vom Nennwert, abhängig vom Transaktionsvolumen.

Covered Warrants
Der Begriff Covered Warrants hat sich über die Jahre hinweg inhaltlich weiterentwickelt. Zu Beginn des Optionsscheinmarktes und auch heute noch versteht man unter diesen soge-nannten "gedeckten Optionsscheinen" Aktien-Optionsscheine, die das Recht zum physischen Bezug von Aktien verbriefen, die sich während der Laufzeit des Optionsscheinsin einem gesondert gehaltenen Deckungsbestand befinden. In neuerer Zeit wird immer mehr auf das Instrumentarium des Deckungsbestandes verzichtet. Stattdessen stellen die Emittenten durch den Abschluß von weiteren Finanztransaktionen sicher, daß Lieferansprüche des Optionsschein-inhabers bei Ausübung des Optionsrechts erfüllt werden. Darüber hinaus werden mittlerweile auch solche Optionsscheine vom Begriff Covered Warrants erfaßt, bei denen statt der physischen Lieferung ein Barausgleich möglich ist.

CP
Abk. für Commercial Paper

CROCI
Abk. für Cash Return On Capital Invested. Kennziffer, die Aktienanalysten zur Ermittlung von Renditen ermitteln. CROCI ist ein Maßstab für die von einem Unternehmen auf das gesamte investierte Kapital erwirtschaftete Rendite. Über den Vergleich des CROCI mit den Kapitalkosten des Unternehmens kann der Unternehmenswert ermittelt werden.

Cross Currency Interest Rate Swap (CC-IRS)
ist ein kombinierter Zins- und Währungsswap, bei dem die mit den Währungspositionen verbundenen Zinszahlungen (fest und variabel) ausgetauscht werden.

Cross Currency Swap (CCS)
ist ein Währungs-Swap, bei dem ein vertraglich vereinbarter Austausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen und den damit verbundenen Zinszahlungen (fest gegen fest) erfolgt. Bei Fälligkeit werden die Kapitalbeträge zum ursprünglich vereinbarten Kurs zurückgetauscht.
CCS treten nicht sehr häufig auf. Eingesetzt werden sie zumeist im Rahmen der Begebung von Anleiheemissionen, deren Gegenwert langfristig in eine andere Währung geswapt wird.

Crossing-Request
Außerbörsliche Absprache an Terminbörsen.

CTA / Macro
Anlagestrategie im Hedge-Fund-Bereich. Die Commodity Trading Advisers (CTA) und Macro-Manager investieren in verschiedene Rohstoffderivate und/oder Finanzderivate, meist unter Zuhilfenahme von Trendfolgemodellen.

Cummulative return
Der Cumulative Return ist das Gegenstück zum Buy / Hold return. Es zeigt den erwirtschafteten Ertrag der Systematik in Prozent an.

Currency Board System
Mit Einrichtung eines Currency Board bindet ein Land seine Währung fest an eine Ankerwährung. Danach kann die eigene Währung nur herausgegeben werden, wenn dies durch den Wert der Devisenreserven gedeckt ist. Die Selbständigkeit in der Geldpolitik wird aufgegeben, da die verfügbare Geldmenge nur in dem Maße ansteigen kann, wie Reserven in der Ankerwährung vorhanden sind.

CUSIP
CUSIP ist die amerikanische Wertpapierkenn-Nummer, die von der CUSIP, New York vergeben wird, die sämtliche WP-Kenn-Nr. für alle Wertpapiere in den USA und Kanada vergibt. Diese WP-Kenn-Nr. besteht aus neun Ziffern, die jede für sich keine Bedeutung hat.

 

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